Aargauer nagelt Krähen-Kadaver auf Holzbrett – Kritik

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Lenzburg,

    Ein Aargauer stellt eine erlegte Krähe zur Schau. Das Töten ist unter Bedingungen erlaubt, das Präsentieren könnte aber gegen die Tierwürde verstossen.

    Krähe
    Ein Aargauer präsentiert eine erlegte Krähe. Die Polizei prüft nun, ob damit die Tierwürde gewahrt wurde. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Aargauer nagelt eine tote Krähe auf ein Holzbrett.
    • Es ist unklar, ob mit dem zur Schau Stellen die Tierwürde gewahrt wurde.
    • Die Polizei prüft dies nun und hat den Urheber aufgefordert, den Kadaver zu entsorgen.

    Ein Bild, das in einer Facebook-Gruppe in der Region Lenzburg gepostet wurde, sorgt für Aufregung: Es zeigt den Kadaver einer Krähe, der auf ein Holzbrett genagelt worden war. Darüber berichtet die «Aargauer Zeitung».

    Die Person, die das Foto gepostet hat, sagt, sie habe den Fall dem Veterinär-Amt gemeldet. Die Polizei habe sie nicht eingeschaltet. Doch diese prüft den Fall nun, wie Vanessa Rumpold von der Kommunikationsabteilung der Kantonspolizei Aargau sagt.

    «Früher wurden solche ‹Vergrämungsmethoden› häufig angewendet», sagt sie. Indem man die getöteten Tiere zur Schau gestellt hatte, versuchte man, die lebenden Artgenossen fernzuhalten. Heute werde diese Taktik aber kaum mehr angewendet.

    Die aktuellen Regeln besagen, dass Rabenkrähen und Saatkrähen in der Nähe von Wohn- und Ökonomiegebäuden geschossen werden dürfen. Dabei muss aber die Würde des Tieres gewahrt werden.

    Sollte man für das Zuschaustellen einer toten Krähe bestraft werden?

    Ob dies auch der Fall ist, wenn der Kadaver ausgestellt wird, sei «fragwürdig», man werde es prüfen, so Rumpold. Ausserdem schreibe das Tierseuchengesetz vor, dass Kadaver ordnungsgemäss und zeitnah entsorgt werden müssten. Die Person sei aufgefordert worden, dem nachzukommen. Sollte sie dies nicht tun, gebe es eine Verzeigung gegen das Tierseuchengesetz.

    Kommentare

    User #5780 (nicht angemeldet)

    Ich würde nach Bedarf noch Holzbretter gratis liefern.

    User #7035 (nicht angemeldet)

    Ist deutlich gegen das Tierschutzgesetz!

    Mehr aus Lenzburg

    Rupperswil AG
    Rupperswil AG
    Rottenschwil AG
    Rottenschwil AG
    Zufikon AG
    Zufikon AG
    Wohlen AG
    Davongerannt

    Mehr aus Aargau

    Krankenkasse
    1 Interaktionen
    Kanton Aargau
    Alexander Troitzsch (Präsident der Genossenschaft Trendsporthalle Olten) und das Team der Trendsporthalle haben herausfordernde Zeiten hinter und vor sich.
    1 Interaktionen
    Nach Hagelsturm
    Mitgliederkarten der verschiedenen Krankenkassen liegen auf einem Tisch.
    Kanton Solothurn