Fall für Justiz: Jungfreisinnige sammeln Spenden für Ukraine-Drohnen

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    Mutschellen-Reusstal-Kelleramt,

    Eine Aargauer Jungfreisinnigen-Sektion wollte Geld für Drohnen für ein ukrainisches Armeebataillon sammeln. Die Staatsanwaltschaft prüft die Aktion.

    Jungfreisinnige
    Die Jungfreisinnigen Freiamt sorgen mit dieser Spendenaktion für Wirbel. - Screenshot

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Aargauer Staatsanwaltschaft prüft mögliche Verstösse bei einer Spendenaktion der Jungfreisinnigen.
    • Das Seco verbietet Schweizer Spenden für ukrainische Rüstungsgüter.
    • Die Sektion stoppte den Aufruf und nahm laut eigener Aussage kein Geld entgegen.

    Die Jungfreisinnigen Freiamt hatten über Instagram zu Spenden für das ukrainische Bataillon «Da Vinci Wolves» aufgerufen. Mit Beiträgen ab 20 Franken sollte der Kauf von Drohnen für den Einsatz an der Front unterstützt werden. Darüber berichtet der «Blick».

    Die Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der Zeitung, dass sie Kenntnis von der Spendenaktion habe und die Angelegenheit nun prüfe. Weitergehende Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

    Drohne
    Das Geld hätte für ukrainische Drohnen gespendet werden sollen. (Symbolbild) - keystone

    Hintergrund sind mögliche rechtliche Fragen im Zusammenhang mit Spenden für militärische Güter. Laut Seco sind in der Schweiz Spenden an die Ukraine für Rüstungsgüter oder andere kriegsrelevante Güter verboten. Das Seco wollte sich gegenüber dem «Blick» nicht zum konkreten Fall äussern.

    Aktion nach wenigen Tagen gestoppt

    Die Präsidentin der Jungfreisinnigen Freiamt, Eleah Paetsch, erklärte gegenüber der Zeitung, die Aktion sei nach wenigen Tagen gestoppt worden.

    Es sei nicht Aufgabe einer Partei, für Kriegsparteien Geld zu sammeln. «Wir bitten dafür um Entschuldigung», sagte Paetsch.

    Bist du Mitglied einer Partei?

    Paetsch erklärte weiter, die Jungfreisinnigen Freiamt hätten im Zusammenhang mit der Aktion weder Spenden entgegengenommen noch Spendengelder weitergeleitet.

    Kommentare

    User #4228 (nicht angemeldet)

    Man kann auch der Ukraine helfen indem man rote Linsen vom Denner kauft. Die kommen aus der Ukraine.

    User #4228 (nicht angemeldet)

    Das ist eine direkte Beteiligung am Krieg. Ich hoffe die Strafen fallen entsprechend hart aus.

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