«Meist vorsätzlich»: Rettungsheli in Reinach AG von Laser geblendet

Ein Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance wurde am Samstagabend in Reinach AG von einem Laser geblendet. Drei Crewmitglieder erlitten Augenverletzungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein grüner Laserstrahl blendete die vierköpfige Crew eines Rettungshelikopters im Landeanflug auf Reinach AG.
- Drei Crewmitglieder erlitten leichte Augenverletzungen und mussten zum Arzt.
- Die Fahndung der Kantonspolizei Aargau blieb erfolglos, die Ermittlungen laufen weiter.
Im Kanton Aargau kam es am Samstagabend zu einem gefährlichen Zwischenfall.
Ein Helikopter der Alpine Air Ambulance AG (AAA) war zu einem dringenden medizinischen Notfall in Reinach AG unterwegs. Kurz vor der Landung blendete ein grüner Laserstrahl die gesamte vierköpfige Crew, wie die Rettungseinheit mitteilt.
Dass das Team ausgerechnet im Landeanflug geblendet wurde, machte die Situation besonders heikel. Das Unternehmen betont: «Die Laserattacke auf den AAA-Heli war hochgefährlich, denn sie erfolgte in der Landephase, einem der kritischsten Abschnitte während eines Fluges.»

Die Landephase gilt als einer der anspruchsvollsten Abschnitte eines Fluges. Gerade deshalb sei jeweils die ganze Crew voll konzentriert und habe ihre Augen auf das Geschehen draussen gerichtet. Entsprechend anfällig sei die Besatzung dann auf optische Störungen.
Trotz der gefährlichen Situation konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden. Dennoch hinterliess der Vorfall Spuren. Drei der vier Crewmitglieder mussten nach dem Einsatz sofort einen Arzt aufsuchen. Sie hatten leichte Augenverletzungen erlitten.
«Ein einschneidendes Erlebnis»
Und: «Für die Crew ist das ein einschneidendes Erlebnis», sagt Ernst Hilfiker von der Alpine Air Ambulance AG zu Nau.ch.
Auch für das gesamte Unternehmen sei das Ereignis aussergewöhnlich. «In den allermeisten Fällen geschieht so etwas vorsätzlich», so Hilfiker.
Die AAA bezeichnet die Attacke nicht nur als illegal, sondern als direkten Angriff auf die Sicherheit im Luftraum. Solche Vorfälle würden konsequent zur Anzeige gebracht, hält das Unternehmen fest.
Die Kantonspolizei Aargau leitete unmittelbar nach dem Vorfall eine Fahndung ein. Diese blieb jedoch ohne Ergebnis. Die Ermittlungen laufen derzeit weiter.





