Zofinger Arbeitsgruppe hilft in den Bergen aus

Nach dem Einsatz vergangenes Jahr in Habkern BE geht die Freiwilligen-Arbeitsgruppe der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen erneut ins Valle Bavona TI.

Das Tessiner Tal wurde Ende Juni 2024 von verheerenden Unwettern, Murgängen und Überschwemmungen schwer getroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben, Weiler wie Fontana und Mondada wurden stark verwüstet.
Obwohl inzwischen vieles wieder aufgebaut wurde, leiden zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner noch immer unter den Folgen der Naturkatastrophe. Mit ihrem freiwilligen Arbeitseinsatz möchten die Zofinger einen weiteren Beitrag zum Wiederaufbau leisten.
Die diesjährige Arbeitswoche steht zudem ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Bereits zum 25. Mal findet die diakonische Arbeitswoche der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen statt.

Dank der Unterstützung privater Gönner dürfen sich alle Teilnehmenden über eine besondere Jubiläumsüberraschung freuen.
Hilfe, die ankommt
Der Ursprung der Arbeitswochen reicht zurück zur Naturkatastrophe von Gondo VS im Oktober 2000. Nach dem verheerenden Bergsturz mit Murgängen, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und grosse Teile des Dorfes zerstört wurden, entstand die Idee, nicht nur Geld zu spenden, sondern selber mitanzupacken.
Wie aus der Chronik hervorgeht, initiierte der damalige Kirchenpfleger und spätere Präsident der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen, Guido Vonäsch, den ersten Einsatz im Jahr 2001. «Statt nur den Griff zum Portemonnaie zu machen, wollten wir mit Pickel und Schaufel vor Ort helfen», erinnert er sich.
Die freiwillige Handarbeit wurde von der Bevölkerung mit grosser Dankbarkeit aufgenommen und war für viele Betroffene weit mehr als praktische Hilfe – sie war auch ein Zeichen der Solidarität. Aus diesem ersten Einsatz entwickelte sich in den vergangenen 25 Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.
Jahr für Jahr leisteten jeweils 17 bis 18 Senioren freiwillige Arbeitseinsätze in verschiedenen Bergregionen der Schweiz – unter anderem im Berner Oberland, im Madranertal, in der Surselva, im Lötschental, im Bergell und mehrmals im Valle Bavona.
Das Motto «Schweiss statt Geld» wurde rasch zum Markenzeichen der Gruppe. Mit ihrem uneigennützigen Engagement erwarben sich die Freiwilligen weit über die Region hinaus grosse Anerkennung und wurden zu sympathischen Botschaftern der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen.
Die Arbeitsgruppe steht unter der Schirmherrschaft der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen und seit einigen Jahren unter dem Patronat der Schweizer Berghilfe, welche die Einsatzorte vermittelt. Während die Kirchgemeinde Transport und Verpflegung übernimmt, finanziert die Schweizer Berghilfe die Unterkunft.
Grosszügige Unterstützung zum Jubiläum
Zum 25-Jahr-Jubiläum entwarf Mitorganisator Bruno Muntwyler ein Jubiläumslogo und machte sich erfolgreich auf die Suche nach Sponsoren.

Dank der grosszügigen Unterstützung der E. Flückiger AG, Gebr. Hallwyler AG, beide Rothrist; Bruno Berger, Oftringen, Erik Van Vught, Gesundheitszentrum Activa Rothrist/Oftringen sowie von Simon Klöti, Hotel Holiday Inn Express Aarburg/Oftringen, erhalten alle Teilnehmenden der Arbeitswoche ein hochwertiges Jäckchen und ein T-Shirt.
Die Geste der Sponsoren ist Ausdruck der Wertschätzung für den langjährigen ehrenamtlichen Einsatz der homogenen und fleissigen «Chrampfer-Truppe», die sich seit einem Vierteljahrhundert mit viel Herzblut engagiert.
Mit der diesjährigen Jubiläums-Arbeitswoche setzt die Gruppe ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort. Auch wenn das Valle Bavona heute wieder zugänglich ist, sind die Folgen der Unwetterkatastrophe vielerorts noch sichtbar.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Zofinger Nachrichten» erschienen.








