Baden

    Baden: Baden-Endingen gleicht in letzter Sekunde zum 38:38 aus

    HSG Baden-Endingen
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    In Möhlin AG lag die HSG Baden-Endingen nach 45 Minuten acht Tore zurück. Janis Thomann traf in der allerletzten Sekunde zum 38:38-Ausgleich.

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    Die HSG Baden-Endingen kämpfte sich beim TV Möhlin aus einem Acht-Tore-Rückstand zurück ins Spiel. - zVg

    Was für eine unglaubliche Schlussphase! Die HSG Baden-Endingen liegt beim TV Möhlin nach 45 Minuten mit acht Toren zurück und scheint auf verlorenem Posten. Doch die Mannschaft von Trainer Aco Stević beweist einmal mehr ihren aussergewöhnlichen Teamgeist und kämpft sich mit einer beeindruckenden Aufholjagd zurück.

    Janis Thomann trifft in der allerletzten Sekunde zum vielumjubelten 38:38-Ausgleich. Ein Punktgewinn, der sich nach diesem Spielverlauf fast wie ein Sieg anfühlt.

    59 Minuten und 59 Sekunden sind gespielt, als Janis Thomann noch einmal entschlossen zum Tor zieht. Der Rückraumspieler tankt sich durch die Möhliner Abwehr und versenkt den Ball mit seinem dreizehnten persönlichen Treffer zum 38:38. Spieler und mitgereiste Fans jubeln, Emotionen entladen sich. Ein Treffer, der sinnbildlich für den Charakter dieser Mannschaft steht: Solange noch eine Sekunde auf der Uhr ist, gibt sich Baden-Endingen nicht geschlagen.

    Dabei hatte lange wenig auf ein solches Ende hingedeutet. Während 45 Minuten machten sich die Gäste mit zahlreichen technischen Fehlern das Leben selbst schwer. Doch einmal mehr bewies Baden-Endingen seine beeindruckende mentale Stärke und den unbändigen Willen, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen nicht aufzugeben und gemeinsam einen Weg zurück ins Spiel zu finden.

    Zu viele Eigenfehler bringen Baden-Endingen ins Hintertreffen

    Der Start in die Partie verlief für die Mannschaft von Aco Stević alles andere als nach Wunsch. Zwar konnte Baden-Endingen bis zur 24. Minute mit den Gastgebern mithalten, doch allein elf technische Fehler in der ersten Halbzeit verhinderten eine bessere Ausgangslage. Immer wieder wurden vielversprechende Angriffe durch Ballverluste zunichtegemacht.

    Möhlin nutzte diese Geschenke konsequent aus und kam durch schnelle Gegenstösse zu einfachen Toren. So gingen die Gastgeber mit einer 20:17-Führung in die Pause.

    Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste zunächst nicht zu ihrem Spiel. Die technischen Fehler blieben ein ständiger Begleiter, hinzu kamen die verletzungsbedingten Ausfälle von Köchli und Bühler, welche die Möglichkeiten von Trainer Stević zusätzlich einschränkten.

    Möhlin nutzte die Schwächephase konsequent. Angeführt von Ben Romdhane und dem starken Kreisläufer Giezeman bauten die Gastgeber ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Als in der 45. Minute das 34:26 auf der Anzeigetafel stand, schien die Partie entschieden.

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    Die Statistik zur Partie TV Möhlin gegen HSG Baden-Endingen. - zVg

    Zwölf Tore in 15 Minuten – eine Aufholjagd voller Leidenschaft

    Doch genau in solchen Momenten zeigt sich, was in einer Mannschaft steckt. Anstatt zu resignieren, rückten die Spieler von Baden-Endingen noch enger zusammen. Plötzlich war sie wieder da, jene Energie, die dieses Team bereits mehrfach ausgezeichnet hat.

    Jeder kämpfte für den anderen, jeder glaubte an die Wende.

    Mit der Einwechslung von Gonçalo Morgado im Tor erhielt die Defensive zusätzlichen Rückhalt. Der Portugiese zeigte in der Schlussviertelstunde eine starke Leistung und gab seinen Vorderleuten mit wichtigen Paraden die nötige Sicherheit. Gleichzeitig fanden die Gäste im Angriff endlich zu ihrer Durchschlagskraft.

    Besonders erfreulich war das gelungene Comeback von Vanja Šehić. Der Rückraumspieler übernahm Verantwortung und sorgte gemeinsam mit Janis Thomann für enormen Druck auf die Möhliner Defensive. Zehn der zwölf Tore in der letzten Viertelstunde gingen auf das Konto dieses Duos.

    Während Baden-Endingen nun Angriff um Angriff erfolgreich abschloss, geriet Möhlin zunehmend unter Druck. Den Gastgebern gelangen in den letzten 15 Minuten gerade noch vier Treffer, während Baden-Endingen deren zwölf erzielte.

    Doch selbst diese eindrückliche Aufholjagd wäre beinahe unbelohnt geblieben. Als Berisha dreissig Sekunden vor Schluss für Möhlin auf 38:36 erhöhte, schien der letzte Widerstand gebrochen. Nicht aber bei Baden-Endingen.

    Die Gäste verkürzten nochmals und setzten anschliessend mit einer offenen Manndeckung alles auf eine Karte. Mit Erfolg: Möhlin unterlief ein weiterer Fehler, Baden-Endingen erhielt die allerletzte Chance – und Thomann nutzte sie zum 38:38.

    Ein Punkt, der den Charakter dieser Mannschaft zeigt

    Die spektakuläre Schlussphase darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Baden-Endingen mit den zahlreichen technischen Fehlern während der ersten 45 Minuten selbst um einen möglichen Sieg gebracht hatte. Doch die Mannschaft bewies einmal mehr, dass sie über einen aussergewöhnlichen Zusammenhalt, grosse mentale Stärke und einen unbändigen Siegeswillen verfügt. Einen Acht-Tore-Rückstand in nur 15 Minuten aufzuholen, ist Ausdruck einer bemerkenswerten Siegermentalität.

    Das starke Comeback von Vanja Šehić und die überzeugende Leistung von Torhüter Gonçalo Morgado machen zusätzlich Mut für die kommenden Aufgaben. Bereits am Donnerstag kämpft Baden-Endingen auswärts gegen die SG Yellow/Pfadi Espoirs um den Einzug in den Viertelfinal des Schweizer Cups. Danach warten im November mit Stans, Chênois und Emmen weitere anspruchsvolle Gegner.

    Die Partie in Möhlin hat vor allem eines bestätigt: Diese Mannschaft gibt niemals auf. Wenn es gelingt, die Leidenschaft und Intensität der letzten 15 Minuten künftig über die gesamte Spielzeit abzurufen, darf man sich auf die nächsten Auftritte freuen.

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