Lenzburg AG – Schwammstadtmassnahme: Brunnenwasser darf versickern

In Lenzburg AG darf das Wasser des Schwarzbrunnens an der Murackerstrasse neu versickern. Zudem wurden 24 Quadratmeter Asphalt entsiegelt und bepflanzt.

Beim Schwarzbrunnen an der Murackerstrasse konnte eine weitere Massnahme der kommunalen Klimastrategie umgesetzt werden. Statt das saubere Wasser wie bisher in die Kanalisation abzuleiten, wurde neu für das Brunnenwasser eine Versickerungsanlage installiert. Gleichzeitig wurden 24 Quadratmeter asphaltierte Fläche entsiegelt und bepflanzt. Beides ist im Sinne des Schwammstadtprinzips.
Das Schwammstadtprinzip ist ein städtebauliches Konzept, bei dem Wasser lokal wie von einem Schwamm aufgenommen, gespeichert und langsam wieder abgegeben wird, anstatt es direkt in die Kanalisation abzuleiten. So kann Hochwasser vorgebeugt und das Stadtklima abgekühlt werden. Nachdem bereits der neue Brunnen im Malagapark als Sickerbrunnen konzipiert worden ist, wurde nun mit dem Schwarzbrunnen erstmals in Lenzburg ein bestehender Stadtbrunnen mit einer Sickeranlage ergänzt.
Mit der Versickerung wird nicht nur sauberes Wasser von der Kanalisation ausgetrennt, sondern auch das Grundwasser angereichert. Bei den Aushubarbeiten für die Sickergrube hat sich gezeigt, dass aufgrund des Wurzelwuchses auch ein angrenzender Stadtbaum vom Sickerwasser profitieren dürfte. Zudem erhalten die angrenzenden Bäume durch die gleichzeitig realisierte Entsiegelung mehr Regenwasser und Luft für den Wurzelbereich.
Für die Reinigung des Brunnens ist es weiterhin möglich, mittels des dafür gebauten Weichenschachts, das Brunnenabwasser in die Kanalisation einzuleiten. Es ist vorgesehen, weitere Brunnen an geeigneten Standorten zu Sickerbrunnen umzubauen und im Idealfall Stadtbäume in Brunnennähe davon profitieren zu lassen.







