Lenzburg erhält neue Gemeindeordnung

Ab 1. Juli 2026 gilt in Lenzburg eine revidierte Gemeindeordnung. Sie modernisiert politische Abläufe und die Organisation der Stadt.

Wie die Stadt Lenzburg mitteilt, wurde mit der Gesamtrevision die bisherige Gemeindeordnung aus dem Jahr 2004 umfassend überarbeitet. Die neue Gemeindeordnung schafft zeitgemässe rechtliche Grundlagen für die politischen Prozesse und die Organisation der Stadt Lenzburg.
Wichtige Neuerungen im Überblick
Zu den wichtigsten Änderungen gehören die Straffung der Gemeindeordnung sowie die Einführung eines neuen Geschäftsreglements für den Einwohnerrat. Übergeordnetes Recht wird neu in einem Anhang aufgeführt und nicht mehr in der Gemeindeordnung wiederholt.
Ergänzend regelt das vom Einwohnerrat am 12. März 2026 beschlossene neue Geschäftsreglement die Organisation des Einwohnerrats. Weiter erleichtern Merkblätter die Arbeit des Einwohnerrats.
Zudem wurden verschiedene Finanzkompetenzen überprüft und den heutigen Gegebenheiten angepasst. Künftig liegt die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts an Ausländer beim Stadtrat.
Neu wird auch eine formelle Stellvertretung im Einwohnerrat ermöglicht, wenn Mitglieder aufgrund von Mutterschaft, Krankheit oder Unfall zwischen drei und zwölf Monaten abwesend sind. Schliesslich werden die Amtsbezeichnungen angepasst: Der Stadtammann wird neu als Stadtpräsident bezeichnet, die Frau Vizeammann als Vizepräsidentin.
Moderne Grundlage ab Juli 2026
Die Gesamtrevision der Gemeindeordnung inklusive Überarbeitung des Geschäftsreglements des Einwohnerrats wurde durch eine Spezialkommission des Einwohnerrats erarbeitet, in der sämtliche Fraktionen vertreten waren.
Mit dem Inkrafttreten per 1. Juli 2026 verfügt die Stadt Lenzburg über eine moderne und zukunftsgerichtete Grundlage für ihre politische Organisation und Verwaltung.





