Lenzburg stellt Weichen mit neuer Immobilienstrategie

Lenzburg präsentiert ihre neue Immobilienstrategie, die konkrete Handlungsfelder zu Weiterentwicklung und Unterhalt der städtischen Liegenschaften festlegt.

Wie die Stadt Lenzburg berichtet, verfügt sie über ein umfangreiches Immobilien-Portfolio mit aktuellem Versicherungswert von über 300 Millionen Franken: Der Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 12. Februar 2025 die Immobilienstrategie verabschiedet und diese am 6. März 2025 dem Einwohnerrat vorgestellt.
Die Immobilienstrategie gibt einen umfassenden Überblick über das Gesamtportfolio der städtischen Liegenschaften und zeigt konkrete Handlungsfelder auf. Der Fokus bei der Erarbeitung der Immobilienstrategie lag darin, in einem ersten Schritt eine strukturierte Erhebung der städtischen Liegenschaften der Einwohnergemeinde und Ortsbürgergemeinde durchzuführen.
Diese Erhebung wurde mit einem renommierten Ingenieurbüro in diesem Bereich durchgeführt. Bei dieser Erhebung wurden neben den baulichen Aspekten auch die nutzungsspezifischen Kriterien miteinbezogen. Auf dieser Basis konnten im Anschluss die strategischen und organisatorischen Überlegungen gemacht werden, welche nun in der Immobilienstrategie abgebildet sind. Gleichzeitig kann auf Basis dieser Liegenschaftserhebung nun der Gebäudeunterhalt geplant werden.
Handlungsfelder statt Objektstrategien
Im Laufe der Erarbeitung der Immobilienstrategie hat sich gezeigt, dass eine weitere Vertiefung bis zur Festlegung der detaillierten Objektstrategie pro Liegenschaft zum aktuellen Zeitpunkt nicht zielführend ist.
Zuerst müssen in der Stadt Lenzburg übergeordnete Fragestellungen (beispielsweise Masterplanung Schulraum, Verwaltungsstandorte) geklärt werden, welche sich teilweise gegenseitig beeinflussen. Aus diesem Grund wurden die städtischen Liegenschaften sechs Handlungsfeldern zugeteilt, in welchen diese Klärung bearbeitet werden soll.
Breite Abstützung der Strategie
Ein Sounding Board, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der einwohnerrätlichen Fraktionen und des ortsbürgerlichen Beirats, wurde in die Erarbeitung eng miteinbezogen.
Das Sounding Board bekam Einblick in sämtliche erarbeiteten Unterlagen, konnte bei den objektbezogenen Grundstrategie mitwirken und Rückmeldung zur Gesamtstrategie geben.
Neue Kommission per Januar 2026
Um auch bei der Umsetzung der Immobilienstrategie eine breite Abstützung zu haben, wird per 1. Januar 2026 eine neue Immobilienkommission eingesetzt, die aus Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Einwohnerratsfraktionen bestehen wird.
Mit der Gründung dieser Kommission wird auch die Begleitkommission Schulbauten abgelöst. Die neue Immobilienkommission wird somit nicht nur bei der Umsetzung der Immobilienstrategie mitarbeiten, sondern auch grössere Bauprojekte der Einwohnergemeinde Lenzburg begleiten. Für die Liegenschaften der Ortsbürgergemeinde wird der Beirat der Ortsbürgergemeinde einbezogen.
Vizeammann Schmid hebt Wichtigkeit hervor
Der zuständige Ressortvorsteher und Vizeammann Andreas Schmid zieht folgendes Fazit: «Mit der Immobilienstrategie haben wir ein wichtiges Arbeitsinstrument für die Unterhaltsplanung und die Entwicklung der städtischen Liegenschaften gewonnen.
Die Umsetzung mit der Bearbeitung der Handlungsfelder und die rollende Überprüfung werden aber für die Effektivität entscheidend sein.»