Gemeinde warnt vor invasiven Arten

Die Gemeinde Meisterschwanden sensibilisiert für Neophyten und Neozoen wie Asiatische Hornisse und Tigermücke und ruft zur Bekämpfung im eigenen Garten auf.

Wie die Gemeinde Meisterschwanden schreibt, erwachen mit dem Frühling auch viele invasive gebietsfremde Pflanzen und Tiere wieder. Die Gemeinde möchte die Bevölkerung für die Bekämpfung der aktuell wichtigsten Pflanzen sensibilisieren.
In der Gemeinde Meisterschwanden wachsen invasive Neophyten unerkannt in den Gärten. Zudem breitet sich Neozoen wie die Asiatische Hornisse sowie die Tigermücke immer mehr aus.
Neophyten
Invasive Pflanzen bedrohen die einheimische Flora, zudem können sie Schäden an Infrastrukturen verursachen, zu gesundheitlichen Problemen führen oder die Waldbrandgefahr erhöhen.
Viele von ihnen haben sich in der Schweiz gut integriert. Invasive Neophyten jedoch sind jene Arten, welche die Biodiversität beeinträchtigen. Bei diesen Pflanzen besteht dringend Handlungsbedarf, da sich diese zu schnell ausbreiten und die einheimische Flora zu verdrängen drohen.
Neophyten kommen nicht nur in Wäldern, an Bachufern oder auf extensiven Wiesen vor. Das einjährige Berufskraut, der Sommerflieder sowie der Kirschlorbeer und die kanadische Goldrute sind leider oft noch in vielen Gärten zu finden. Damit Tiere und Insekten genug Nahrung finden, ist es wichtig, einheimische Pflanzenarten auch im eigenen Garten zu fördern.
Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre Gärten zu kontrollieren und von invasiven Neophyten zu säubern.
Neozoen
Invasive Tierarten können je nach Art unterschiedliche Probleme verursachen. Oftmals verdrängen invasive Arten einheimische Tierarten und gefährden so die Biodiversität. Invasive Mücken können wiederum ansteckende Krankheiten auf den Menschen übertragen.
Die Asiatische Hornisse ist eine invasive, gebietsfremde Art, die ursprünglich aus Südostasien stammt. Sie gefährdet die heimische Insektenvielfalt, insbesondere Wild- und Honigbienen.
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie hat sich mittlerweile in weiten Teilen der Welt im tropischen bis warmgemässigten Klima ausgebreitet und ist auch in verschiedenen Regionen in der Schweiz anzutreffen.
Die Tigermücke unterscheidet sich von der gewöhnlichen Stechmücke durch ihr aggressives Stechverhalten. Sie sticht tagsüber und mehrmals hintereinander. Die Asiatische Tigermücke ist ausserdem eine potenzielle Überträgerin von Tropenkrankheiten (wie Dengue-, Chikungunya-, Zika-Viren). Ihr Auftreten wird deshalb überwacht.






