Unterführung Zürcherstrasse: Einbahnregelung und Umleitungen

Während der Bauarbeiten an der Unterführung ist in Muri die Verkehrsführung einspurig Richtung Zentrum. Umleitungen sichern die Zufahrt nach Aristau.

Wie die Gemeinde Muri AG berichtet, sind die Bauarbeiten an der Unterführung Zürcherstrasse Anfang Januar 2026 gestartet und werden voraussichtlich bis ins Frühjahr 2027 andauern.
Die Erneuerung dieses wichtigen Verkehrsabschnitts ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt der SBB in Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau und der Gemeinde Muri.
Die bestehende Unterführung muss komplett ersetzt werden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse vor Ort ist während der Bauzeit nur eine einstreifige Verkehrsführung im Bereich der Baustelle möglich.
Warum eine Umleitung nötig ist
Anstelle einer wechselseitigen Verkehrsregelung mit langen Wartezeiten hat sich das Projektteam für ein Einbahnstrassenregime in Richtung Kreisel Muri-Zentrum entschieden. Für den Verkehr in Richtung Aristau wurde eine Umleitung eingerichtet.
Diese Lösung erlaubt eine effizientere Verkehrsabwicklung während der Hauptverkehrszeiten. Die Streckenführung der Umleitungen wurde im Projektteam – bestehend aus SBB, Kanton und Gemeinde – sorgfältig geplant.
Grundlage bildeten eine vorgängige Begehung sowie Erfahrungswerte aus früheren Projekten, insbesondere der Sanierung der Zürcherstrasse. Wichtig: Über den Weiler Hasli führt keine offizielle Umleitung.
Die Verkehrsführung wurde so konzipiert, dass der übergeordnete Verkehr auf geeignete, grossräumige Routen gelenkt wird, mit dem Ziel, die Quartiere möglichst zu entlasten.
Wie der Start verlaufen ist
Der Beginn der Umleitungssituation verlief – wie bei Projekten dieser Grössenordnung üblich – mit gewissen Anfangsschwierigkeiten: Rückstaus, punktuelle Überlastungen und Ausweichverkehr in einzelnen Quartieren wurden festgestellt.
Durch gezielte Optimierungen, etwa an den Lichtsignalanlagen, konnte die Lage aber schnell verbessert und die Wartezeiten reduziert werden.
Rückmeldungen aus der Bevölkerung
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind vielfältig. Neben positivem Feedback zur Informationspolitik und zur Signalisation erreichen uns auch kritische Stimmen:
Anwohnende an den Umleitungsstrecken – etwa in der Klosterfeldstrasse – empfinden die Verkehrszunahme als Belastung. Eltern äussern Sorgen bezüglich der Schulwegsicherheit, insbesondere an stark frequentierten Übergängen.
Es gibt Forderungen nach weitergehenden verkehrslenkenden Massnahmen wie Fahrverboten oder Tempo-30-Zonen. Solche Anliegen nimmt die Gemeinde ernst.
Die Umsetzung von Verkehrsmassnahmen mit Vorschriftscharakter (Fahrverbote oder Temporeduktionen) ist allerdings gesetzlich geregelt und nicht kurzfristig umsetzbar. Alle Anregungen werden gesammelt und im Projektteam geprüft.
Sicherheit und Begleitmassnahmen
Im Auftrag der Gemeinde ist aktuell ein Verkehrsdienst an neuralgischen Punkten im Einsatz. Dieser unterstützt die Verkehrsteilnehmenden beim Einfinden in das neue Regime, beobachtet die Situation vor Ort und kann bei Bedarf eingreifen.
Parallel dazu werden die Lichtsignalanlagen weiter optimiert, insbesondere an der Zürcherstrasse sowie an der Luzernerstrasse beim «Muri-S».
Ziel aller Beteiligten ist es, die Auswirkungen auf die Bevölkerung möglichst gering zu halten und die Sicherheit, besonders für Fussgängerinnen und Velofahrer, jederzeit zu gewährleisten.
Die Bauarbeiten an der Unterführung sind gut angelaufen und verlaufen aktuell planmässig. Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern funktioniert reibungslos.






