Verkehr im Hasli bleibt im Fokus des Gemeinderats

In Muri AG gilt im Weiler Hasli ein Lastwagenfahrverbot und neue Signalisierungen; der Gemeinderat prüft weitere Schritte und überwacht die Lage kontinuierlich.

Wie die Gemeinde Muri AG berichtet, hat der Gemeinderat am 21. Januar 2026 einen offenen Brief von Anwohnerinnen und Anwohnern des Weilers Hasli erhalten. Darin wird die aktuelle Verkehrssituation als stark belastend beschrieben.
Der Gemeinderat nimmt die geschilderten Anliegen ernst. Die Situation im Hasli ist bekannt und wird seit längerer Zeit beobachtet. Insbesondere im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an der Zürcherstrasse sowie der allgemeinen Verkehrsentwicklung hat die Belastung zugenommen.
Bereits beschlossene Sofortmassnahmen
Folgende Massnahmen befinden sich derzeit in Umsetzung: Ein Lastwagenfahrverbot im Hasli mit Ausnahme des Zubringerdienstes sowie eine zusätzliche Signalisation zur Sensibilisierung auf den Strassenzustand.
Die Umsetzung dieser beiden Massnahmen hatte sich verzögert, da sich einzelne Signalisationen auf Kulturland befinden und es zu Einwendungen seitens der Grundeigentümerschaft kam.
Diese Fragen konnten inzwischen geklärt werden. Die Fundamente für die Beschilderung wurden bereits gesetzt, die Umsetzung erfolgt planmässig nach Abschluss der formellen Verfahren.
Derzeit nicht umsetzbare Massnahmen
Zwei weitere geprüfte Sofortmassnahmen können aktuell nicht unmittelbar realisiert werden: Erweiterung der Tempo-30-Zone in Richtung Talstrasse und Temporeduktion auf 50 Stundenkilometer auf der Albisstrasse.
Das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat darauf hingewiesen, dass für beide Vorhaben gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Insbesondere sind verkehrstechnische Gutachten gemäss Strassenverkehrsgesetz erforderlich.
Zudem darf eine Tempo-30-Zone gemäss Vorschriften nur in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Bebauung signalisiert werden.
Forderung nach generellem Tempo 30
Die Einführung von Tempo 30 auf sämtlichen Gemeindestrassen ist ein eigenständiges Projekt, das unabhängig von der Situation im Hasli bearbeitet wird. Entsprechende Konzepte wurden erarbeitet und mit dem Werkdienst vorbesprochen. Die Validierung durch die Regionalpolizei steht noch aus. Nach Abschluss aller Prüfungen wird das Vorhaben ordnungsgemäss publiziert.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass eine generelle Einführung von Tempo 30 kurzfristig nicht umsetzbar ist und keine unmittelbare Verbesserung der Verkehrssituation im Hasli erwarten lässt.
Fahrverbote und Erreichbarkeit
Ein vollständiges Fahrverbot im Hasli wird derzeit nicht weiterverfolgt. Im Gebiet befinden sich Betriebe von öffentlichem Interesse wie das Murimoos oder Staublibeeren, deren Erreichbarkeit sichergestellt bleiben muss.
Ein Vergleich mit früheren Verkehrsbeschränkungen in anderen Gebieten ist nur bedingt möglich, da dort keine publikumsorientierten Destinationen betroffen waren.
Weitere Prüfung von Massnahmen
Im Rahmen der Bauarbeiten an der Zürcherstrasse wird unter anderem geprüft, ob temporäre Verkehrsführungen zusätzliche Entlastung bringen könnten. Dabei sind jedoch auch mögliche Nebenwirkungen sorgfältig zu berücksichtigen.
Auch die Frage verstärkter Geschwindigkeitskontrollen wird mit der Regionalpolizei besprochen. Der Gemeinderat, die Abteilung Bau und Planung und die Regionalpolizei beobachten die Situation weiterhin aufmerksam.
Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende zu erhöhen und die Belastung für die Anwohnenden so gering wie möglich zu halten.






