Zofingen AG: 50 Jahre erzo – 120 Gäste feiern Jubiläum

Rund 120 Gäste kamen im Stadtsaal Zofingen AG zum 50-Jahr-Jubiläum von erzo KVA und erzo ARA zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zukunftsprojekte in Oftringen.

Ein halbes Jahrhundert erfolgreiche Zusammenarbeit in der Region Wiggertal: Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums von erzo KVA und erzo ARA kamen rund 120 Gäste aus den elf Verbandsgemeinden, Grossratsmitglieder aus dem Bezirk und geladene Gäste im Stadtsaal Zofingen zusammen. Im Mittelpunkt des Jubiläumsfests standen die Zukunftsprojekte am Standort Oftringen und die Bedeutung der starken regionalen Zusammenarbeit seit 50 Jahren.
Eric Nussbaumer, ehemaliger Baselbieter Nationalrat, brachte es in seiner Festrede am Freitagabend auf den Punkt: Kooperationswille, Beharrlichkeit, Innovationswille und Visionen hätten die erzo gross gemacht. «Sie feiern miteinander, weil Sie sich vor Jahrzehnten interkommunal über Gemeindegrenzen hinaus organisiert haben», sagte Nussbaumer, der 2023/24 als Nationalratspräsident höchster Schweizer war.
Kooperation und gemeinschaftliches Handeln führten zum besten Ergebnis
«Für den Erfolg der erzo ist im Kern ein starker Kooperationswille das eigentliche Geheimnis», betonte Nussbaumer. Und mit Blick in die Zukunft: «Die Vision der erzo ist etwas Grosses, nämlich die Abfallentsorgung und Abwasserreinigung künftig als Energielieferant zu gestalten.» Er rief die Anwesenden dazu auf, ihrer Vision treu zu bleiben.
Am Festanlass gab es zwei Podien, die sich mit der Zukunft und der Vergangenheit der erzo beschäftigten. Die Zukunftsprojekte der erzo sind der Ersatzbau der KVA (Projekt Renzo), eine neue Anlage zur Klärschlammtrocknung und die Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Der Ersatzbau KVA soll in Kooperation mit der Renergia Zentralschweiz AG errichtet und betrieben werden.
Abfall als Energieträger nutzen
«Es ist ein gutes Projekt», sagte Jean-Claude Balmer, VR-Vizepräsident der Renergia Zentralschweiz AG. Für die Partner, Renergia und erzo KVA biete das Projekt sehr viele Synergien. Das Potenzial sei sehr gross.
«Das Projekt ist einmalig in der Schweiz. Endlich wird mal über den Gartenhag hinausgedacht.» Das Vorhaben nutze sehr viele Synergien und setze Abfall konsequent als Energieträger ein. Man sei vom ökonomischen Erfolg des Projekts überzeugt.
«Wenn wir das in Oftringen schaffen, kommt ganz Europa schauen, wie wir das gemacht haben», betonte Balmer.
Markus Steiner, Gemeindepräsident von Oftringen und Präsident der erzo ARA, fügte hinzu: «Wir sind stolz darauf, Standortgemeinde zu sein.» Die KVA gehöre zur «DNA von Oftringen». Erzo stehe für Qualität und Zuverlässigkeit.
Die neue Anlage fördere die Kreislaufwirtschaft, da der Abfall recyclet und in Energie umgewandelt werde. «Von daher ist das eine Supersache», betonte Steiner.
Sabine Burger, Umweltingenieurin und Vorstandsmitglied der erzo ARA, schätzte den Standort Oftringen als ideal ein. Zwei so grosse Anlagen am gleichen Standort würden bei der Energie sehr grosse Synergien bieten. «Es ist eine gute Sache.»
André Kirchhofer, Stadtpräsident von Zofingen, sagte mit Blick auf die Zukunftsprojekte: Es sei wichtig, dass die erzo ihren Kernauftrag erfülle, also die Entsorgung in der Region. Gleichzeitig müsse die Wirtschaftlichkeit gegeben sein – und dies auch dank Innovationen.
«Es funktioniert einfach»
Im Rückblick sagte Hans-Martin Plüss, Präsident der erzo KVA, die erzo stehe seit 50 Jahren für eine zuverlässige Entsorgung von Abfall und Abwasser. «Die KVA und die ARA funktionieren einfach.» Er sieht die Organisation als Gemeindeverband weiterhin als Erfolgsmodell an.
Hans-Ruedi Hottiger, Verwaltungsratspräsident der StWZ Energie AG und früherer Stadtpräsident von Zofingen, sagte: «Man kann miteinander sehr viel erreichen.» Er erinnerte daran, dass nach der Neuorganisation der beiden Zweckverbände auch Fachleute in den Verbandsvorständen mitarbeiteten. Dies habe zu einer Professionalisierung geführt und erfolgreiche Teams geschaffen.
Grossen Dank an die erzo-Mitarbeitenden
Am Jubiläumsfest erinnerte Thomas Peyer, Geschäftsleiter der erzo KVA und erzo ARA, an eines: Die Mitarbeitenden in Oftringen sorgten rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr mit Herzblut und Engagement dafür, dass die Menschen ihren Abfallsack einfach vor die Türe stellen könnten – und dass es damit für sie erledigt sei. Er bedankte sich im Namen der Region für den grossen Einsatz der Mitarbeitenden.
Souverän durch das Jubiläumsfest und die beiden Podien führte Bernhard «Berni» Schär, langjähriger Tennis-Sportreporter von Radio SRF und in der Region wohnhaft. Den rockigen Auftakt in der Stadthalle Zofingen lieferten 19 junge Frauen und Männer der Kantiband in Zofingen. Für das Catering sorgte der Lindenhof in Oftringen.








