300 Personen an Gedenkmarsch für Opfer des Amoklaufs in Aarau

Rund 300 Menschen nahmen am Gedenkmarsch für die Opfer des Amoklaufs in Aarau teil. Sie legten an einer Gedenkstätte Blumen und Kerzen nieder.

Das Wichtigste in Kürze
- 300 Menschen gedachten in Aarau der Opfer des Amoklaufs.
- Sie zogen vom Schwimmbad zum Schachenareal und hielten eine Schweigeminute.
- Beim Amoklauf wurde eine Person getötet und fünf weitere verletzt.
Schätzungsweise 300 Personen haben am Freitagabend im Aarauer Schachen an einem Gedenkmarsch mit Schweigeminute für die Opfer des Amoklaufs an der Raveparty teilgenommen. Organisiert hatten den Anlass die Veranstalter der Raveparty.
Mit dem von der Stadt Aarau bewilligten Anlass wollten die Organisatoren nach eigenen Angaben «einen würdevollen Raum für Trauer, Mitgefühl und Zusammenhalt» schaffen. Auch wolle man ein Zeichen gegen jede Form von Hass und Gewalt setzen. Die Organisatoren hatten in den sozialen Medien zum Trauermarsch eingeladen.

Der Marsch begann auf einem Parkplatz beim Schwimmbad auf dem Aarauer Schachenareal. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen eine Kerze in der Hand, einige auch eine weisse Rose, andere ganze Blumensträusse. Etliche Personen waren schwarz gekleidet.
Zu Ende ging der Marsch beim Eingang der Aarauer Pferderennbahn. Dort legten die Teilnehmer an einer Art Gedenkstätte die Kerzen und Blumen nieder und standen einige Minuten lang still da, bevor sie sich entfernten. Unter den Teilnehmern des Marsches befand sich auch der Aargauer Regierungsrat und Polizeivorsteher Dieter Egli.

Ein 43-jähriger Schweizer aus dem Kanton Jura hatte am frühen Sonntagmorgen über 40 Schüsse aus zwei Waffen wahllos auf die Raveparty im Schachen abgefeuert. Eine 22-jährige, in der Schweiz wohnhafte Italienerin wurde getötet. Die Frau wird gemäss Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag beigesetzt.
Beim Amoklauf erlitten fünf Personen unterschiedlich schwere Schussverletzungen. Ein weiteres Opfer meldete sich laut Kantonspolizei Aargau nachträglich; es wurde möglicherweise durch ein abgepralltes Projektil leicht verletzt.
Der Schütze stellte sich in der Nacht auf Montag bei der Kantonspolizei Jura in Delsberg. Die Kantonspolizei Aargau war dem Mann auf der Spur. Sie hatte das Tatfahrzeug bereits ermittelt. Der Schweizer sitzt im Aargau in Untersuchungshaft.




