Babyboom: Spitalneubau in Baden AG muss Schwangere abweisen

Der Neubau des Kantonsspitals Baden erlebt einen Babyboom. Es stösst gar an seine Kapazitätsgrenze – und muss Schwangere an umliegende Spitäler verweisen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das neue Kantonsspital Baden verzeichnet einen Babyboom: 2025 gab es 1937 Geburten.
- Die hohe Nachfrage führt dazu, dass das Spital an seine Kapazitätsgrenzen stösst.
- Aus diesem Grund muss das Spital Schwangere abweisen und in andere Sptäler verlegen.
Seit der Eröffnung des Neubaus im Februar 2025 erlebt das Kantonsspital Baden (KSB) einen regelrechten Babyboom: Mit 1937 Geburten im letzten Jahr verzeichnete es einen Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die hohe Nachfrage führt dazu, dass das Spital zeitweise an seine Kapazitätsgrenzen stösst. In solchen Fällen müssen Frauen, die eigentlich in Baden entbinden möchten, auf andere Spitäler ausweichen. Dies war zuletzt auch im Januar der Fall, wie das «Badener Tagblatt» schreibt.
Die Medienstelle des KSB bestätigt gegenüber der Zeitung: «Es kommt vor, dass das KSB zeitweise an seine Kapazitätsgrenzen stösst».
Sie fügte hinzu: «Aktuell sind wir – nicht zuletzt infolge der Grippewelle – in sämtlichen Kliniken sehr stark ausgelastet.» Das Spital bemühe sich jedoch nach Kräften, allen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.
Aufnahmestopp und Überweisung in andere Spitäler
In bestimmten Situationen sei eine Triage aber unvermeidlich: «Für die Geburtsabteilung bedeutet dies, dass wir Patientinnen, deren Geburt nicht unmittelbar bevorsteht, an umliegende Spitäler verweisen müssen.» Medizinische Notfälle seien nicht betroffen und hätten stets Priorität.
Wenn ein Aufnahmestopp verhängt wird, organisiert das KSB die Überweisung der werdenden Eltern in ein Spital in der Nähe. Also beispielsweise das Kantonsspital Aarau, das Asana Spital Leuggern oder das Spital Limmattal.
120 Babys seit Neujahr
Trotz dieser Herausforderungen scheint der Babyboom im KSB nicht abzunehmen, wie die Medienstelle gegenüber der Zeitung festhält: «Bereits am 17. Januar 2026 durften wir das 100. Baby des Jahres begrüssen, am 19. Januar 2026 folgte bereits Baby Nummer 120».
Die grösste Herausforderung bestehe darin, genügend Betten für die Mütter zur Verfügung zu stellen, da die Anzahl begrenzt ist.
Im März 2025 hatte das KSB den Umzug in den Neubau nach fünf Tagen abgeschlossen. 222 Patientinnen und Patienten sowie über 50'000 Güter wurden gezügelt.
Das KSB will das alte Spitalgebäude nun abreissen. Der Aargauer Heimatschutz hatte Ende Juli 2025 beim Regierungsrat Beschwerde gegen die Abbruchbewilligung für das alte Hauptgebäude eingereicht.
Laut Heimatschutz soll das 1978 errichtete Gebäude als bedeutender Zeitzeuge erhalten bleiben.











