Muni büxt aus Transporter aus und wird erlegt

Dramatische Szenen in Oensingen SO: Ein Rind flüchtet aus einem Transporter und wird schliesslich erlegt. Tierschützer hatten es noch retten wollen.

Das Wichtigste in Kürze
- In Oensingen SO ist ein Rind von einem Tiertransporter entflohen.
- Tierschutzaktivisten versuchten schon letzte Woche ein entflohenes Tier zu retten.
- Dies aber vergeblich, beide Tiere wurden erlegt.
Ein junger Muni ist heute Freitagmorgen in Oensingen SO aus einem Transporter geflüchtet. Videos vom Tierschutzverein Basel Animal Save zeigen die Szenen.
Gründer Olivier Bieli schreibt auf Facebook: «Erneut ist beim Schlachthof CH-Oensingen SO ein Rind auf der Flucht um sein Leben.»
Er versuche, in Kontakt mit den Behörden und dem Besitzer zu treten, «um das Leben des verängstigten Rindes zu retten.»
Was er zu dem Zeitpunkt noch nicht weiss: Dafür ist es bereits zu spät.
Kapo Solothurn bestätigt Vorfall
Auf Anfrage von Nau.ch bestätigt die Kapo Solothurn den Vorfall. Der Muni, Rinderrasse Angus, sei heute Morgen gegen 6.30 Uhr beim Umladen von einem Transporter in einen anderen entwischt.
Mediensprecher Bruno Gribi sagt: «Er konnte eine Seitenschutzrampe überspringen und folglich in Richtung Autobahn A1 wegrennen.»
Alle Versuche, den Muni einfangen zu können, seien gescheitert. Darum «musste das Tier als letzte Option durch eine fachkundige Person erlegt werden», sagt Gribi.
«Das Tier war nicht für die Schlachtung in der Firma Bell vorgesehen, sondern sollte an vorerwähnter Örtlichkeit lediglich umgeladen werden.»
Tiere flüchten immer wieder
Dass Tiere flüchten, komme immer mal wieder vor, sagt Tierschützer Bieli gegenüber Nau.ch. Jedoch kämen wohl viele Fälle gar nicht erst an die Öffentlichkeit. Er berichtet aber auch von einem Fall, bei dem ein Tier gerettet werden konnte.
In Zürich sei vor einigen Jahren ein Kalb geflohen, das nun auf dem Hof ein glückliches Leben führe. Bieli bedauert, dass die die beiden Tiere in Oensingen nicht gerettet werden konnten.
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Erst vor wenigen Tagen, am 11. März, sei es bei der Firma Bell zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Auch damals flüchtete ein Rind.
Zu dem Vorfall sagt Bieli: «Wir haben Bell die sofortige Übernahme des Tieres angeboten, um sein Leben zu retten.»
Bieli betreibt nämlich auch den Gnadenhof Papillon in Münchenhausen (F) in der Nähe von Basel. Doch auch in diesem Fall wurde das Tier erlegt.






