Nach Reuss-Unfall: Familie sucht weiterhin verzweifelt nach Bub (5)

Am Samstag kenterte auf der Reuss bei Mühlau AG ein Schlauchboot. Die Suche nach einem Buben (5) dauert an. Die Familie hat nun einen Suchaufruf gestartet.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstag kenterte bei Mühlau AG ein Schlauchboot auf der Reuss.
- Seither wird ein fünfjähriger Bub vermisst.
- Die Familie hat einen öffentlichen Suchaufruf gestartet und bittet um Unterstützung.
- Auch am Dienstag suchen Helfer entlang der Reuss und im Bereich Flachsee nach dem Kind.
Am Samstagnachmittag kenterte bei Mühlau AG ein Schlauchboot auf der Reuss. Seither wird ein fünfjähriger Bub vermisst.
Trotz umfangreicher Suchaktionen auf dem Wasser, entlang der Ufer und aus der Luft, konnte das Kind bislang nicht gefunden werden.
Weil die bisherigen Suchmassnahmen erfolglos blieben, wandte sich die Familie am Montag mit einem öffentlichen Aufruf an die Bevölkerung.

«Jede Minute zählt, und wir möchten nichts unversucht lassen», heisst es darin. Zahlreiche Freiwillige folgten dem Appell und beteiligen sich seither an der Suche nach dem Jungen.
Freiwillige suchen entlang der Reuss
Auch Kevin Koch gehört zu den Helfern, die sich an der privaten Suchaktion beteiligen. Gegenüber Nau.ch sagt er, er habe am Montag durch einen Kollegen von der freiwilligen Suchaktion erfahren.
«Ich musste gar nicht lange überlegen», erzählt Koch. Bereits am Montagabend sei er entlang des Ufers unterwegs gewesen. Er habe mit einer Lampe nach einem Reflektieren der Schutzweste des Kindes gesucht.
Für den Dienstag bereitete er gemeinsam mit einem Kollegen eine weitere Suchaktion vor. «Mein Kollege hat das Gummiboot und die Schwimmwesten organisiert. Anschliessend haben wir auf Google Earth geschaut, in welchem Gebiet man am besten suchen könnte.»
Die beiden wollten bei Unterlunkhofen einwassern und den Bereich rund um den Flachsee oberhalb von Bremgarten absuchen.
Helfer vermuten Kind im Bereich des Flachsees
Koch geht davon aus, dass die starke Strömung den Buben weit flussabwärts getragen haben könnte.
«Wenn man vom Schlimmsten ausgeht – dass der Bub ertrunken ist – wird er vermutlich dort ankommen», sagt er.
Besonders im Bereich Ottenbach habe die Reuss eine starke Strömung. «Daher vermuten wir, dass es ihn dort runtergetrieben hat.»

Die Hoffnung, den vermissten Jungen zu finden, treibt die freiwilligen Helfer an. Gleichzeitig bleibt die Situation für die Familie äusserst belastend.
Auch die Kantonspolizei Aargau setzte ihre Suchmassnahmen am Dienstag fort. Bereits zuvor war das Gebiet vom Unfallort bis zum Kraftwerk Bremgarten intensiv abgesucht worden.
Bislang jedoch ohne Erfolg.











