SBB: Betrunkener pöbelt im Zug Passagiere an – Polizeieinsatz

Ein aggressiver Zugpassagier sorgt in Olten für einen Polizeieinsatz. Doch weshalb rückt die Kantonspolizei aus? Die SBB erklärt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein betrunkener Mann pöbelt am Donnerstagmorgen im Zug andere Reisende an.
- In Olten greift die Kantonspolizei ein und nimmt ihn auf den Polizeiposten mit.
- Welche Polizeikräfte ausrücken, hängt vom Vorfall und den verfügbaren Einsatzkräften ab.
Ein Mann pöbelt im Zug andere Reisende an, zwei Polizeipatrouillen rücken aus: So geschehen am Donnerstagmorgen am Bahnhof Olten.
Der Zug, der um 05.58 Uhr nach Bern weiterfahren sollte, fährt rund 20 Minuten verspätet ab. Ein Nau.ch-Redaktor erlebt den Vorfall mit.
Im Einsatz steht allerdings die Kantonspolizei Solothurn. Weshalb übernimmt sie – und nicht die Transportpolizei der SBB?
SBB: Entscheidend ist auch, wer vor Ort verfügbar ist
Grundsätzlich werde bei aggressivem Verhalten die Einsatzleitzentrale der Transportpolizei kontaktiert, erklärt die SBB auf Anfrage. Diese ergreife die geeigneten Massnahmen.
Die Transportpolizei sorgt schweizweit für Sicherheit im öffentlichen Verkehr. Dabei arbeitet sie eng mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps zusammen.
Daher erklärt die SBB weiter: «Welche Einsatzkräfte bei einem konkreten Ereignis ausrücken, hängt vom Ereignis und den verfügbaren Einsatzkräften vor Ort ab.»
Unter aggressivem Verhalten versteht das Unternehmen etwa Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen oder Tätlichkeiten.
Zwei Patrouillen kontrollieren betrunkenen Mann
Im Fall von Olten bestätigt die Kantonspolizei, dass die Meldung am Donnerstag um 5.45 Uhr einging. In einem aus Basel kommenden Zug befinde sich ein aggressiver Mann, der andere Passagiere anpöble.
Zwei Patrouillen rückten zum Bahnhof aus. Dort kontrollierten sie den Mann und nahmen ihn für weitere Abklärungen auf den Polizeiposten mit.
«Wie sich herausstellte, war er stark alkoholisiert», teilt die Kantonspolizei mit. Ob strafrechtlich etwas vorgefallen ist, werde noch abgeklärt.
Eine Zugbegleiterin sprach über Lautsprecher von drei Personen, die sich aggressiv verhalten hätten. Die Kantonspolizei bestätigt auf Anfrage einen aggressiven Mann.
Für die SBB steht fest: «Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeitenden steht für uns an erster Stelle.»








