Olten

Schweizer Tierschutz zeigt Solothurner Kantonstierärztin an

Keystone-SDA
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Thal-Gäu,

Der Schweizer Tierschutz hat die Solothurner Kantonstierärztin wegen des Falls Ramiswil angezeigt. Auch gegen ihren Vorgesetzten, den Chefs des Amtes für Landwirtschaft, reichte der Verein Anzeige ein. Der Kanton hatte bei einer Hofräumung 122 Hunde töten lassen.

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Der Schweizer Tierschutz hat die Solothurner Kantonstierärztin wegen des Falls Ramiswil angezeigt. - keystone

Die Anzeige richte sich neben diesen Personen auch gegen Unbekannt, präzisierte Peter V. Kunz, Präsident des Schweizer Tierschutzes (STS), der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit Aussagen, die er in einem Interview mit «CH Media» gemacht hatte.

Im Interview wirft Kunz den beiden Angezeigten vor, dass sie ihren Job nicht gemacht hätten. Statt frühzeitig zu intervenieren, hätten sie «mit der Tierhalterin geplaudert». Als sie das Chaos erkannten, sei rasch entschieden worden, alle Hunde zu töten. «Es scheint mir, sie töteten aus Bequemlichkeit», so Kunz im Interview.

Der Veterinärdienst beschlagnahmte auf dem Hof am 6. November 2025 122 verwahrloste Hunde. Die Hunde, darunter auch Welpen, wurden wegen ihres schlechten Gesundheitszustands vor Ort eingeschläfert.

Ein im Juli veröffentlichter Untersuchungsbericht kam zum Schluss, dass es richtig gewesen sei, 99 der 122 Hunde einzuschläfern. Diese 99 Tiere waren klar als Herdenschutzhunde identifizierbar. Realistische Alternativen hätten gefehlt, die Hunde hätten weder platziert noch als Schutzhunde eingesetzt werden können, hiess es.

Der Präsident des STS bezweifelt auch diese Sichtweise. Unter den Herdenschutzhunden seien viele Jungtiere und Welpen gewesen, die noch sozialisierbar gewesen wären.

Bei den übrigen 23 Hunden sei laut Untersuchungsbericht keine genügend differenzierte Triage vorgenommen worden; hier sei die Euthanasie nicht zwingend alternativlos gewesen – ausser bei zwei Hunden, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes ebenfalls hätten eingeschläfert werden müssen.

Die Behörden beschlagnahmten auch 43 Pferde und zwei Ziegen. Im Auftrag des Kantons wurden 32 Pferde, davon 12 Fohlen, im November in Schönbühl BE versteigert. Gegen die offenbar überforderte 57-jährige Tierhalterin von Ramiswil läuft eine Strafuntersuchung.

Kommentare

User #2290 (nicht angemeldet)

Wir haben ja das beste und strengste Tierschutzgesetz in der Schweiz.. bla bla! Solange Tiere vor dem Gesetz nur Hehenstände und Ware sind, wird das nie ernstzunehmend sein. Steinzeit und lächerlich.

User #5442 (nicht angemeldet)

Leider Regulieren Ämter in Schweiz nicht mehr selbst oder unternehmen was gegen Misstände im e3igenen Amt--- Gedeckt durch total aburde Gesetzgebung der "Aufsichtsbeshwerde" die weder dem Aufsichtsbeschwerde Einreicher noch der öffentlichkeit die Misstände und Massnahmen die eigeleitet werden müssten Komuniziert--- Da sind überal übelste Misstände und Volk weis es nicht--- Braucht dringend Gesetzänderung, damit Ämter sich nicht mehr im zwielichtigen Schatten verstecken können---

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