Solothurn

Vor Gericht berichtet Beschuldigter von «dunklen Fantasien»

Keystone-SDA
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Solothurn,

Vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern SO hat am Montag die Hauptverhandlung zum Mord an einer jungen Frau in Bellach SO vom April 2023 begonnen. Am Anfang stand die Befragung des Beschuldigten.

Das Amtsgericht Solothurn-Lebern verhandelt den Fall im Saal des Obergerichts: Ein 22-jähriger Schweizer soll im April 2023 in Bellach SO gezielt eine junge Velofahrerin totgefahren ha...
Das Amtsgericht Solothurn-Lebern verhandelt den Fall im Saal des Obergerichts: Ein 22-jähriger Schweizer soll im April 2023 in Bellach SO gezielt eine junge Velofahrerin totgefahren ha... - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Bei Fragen zur Tat und zum gesamten Tatabend und auch zu weiteren Anklagepunkten machte der heute 22-Jährige Schweizer von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Recht ausführlich äusserte er sich dagegen zu Fragen bezüglich seiner Person.

Er berichtete unter anderem von seinen «dunklen Gedanken», die immer wieder kämen. Es falle ihm auch schwer zu verstehen, dass er manchmal bösartige Dinge tue, unter denen andere zu leiden hätten.

Der Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug in der Justizvollzugsanstalt Poeschwies. Es tue gut, diese Dinge in der Therapie zu besprechen. Weg seien die dunklen Gewaltfantasien aber nicht, erst kürzlich seien sie wieder gekommen.

Auf die Frage der vorsitzenden Richterin, was für ein Mensch er sei, antwortete der junge Mann, eigentlich sei er hilfsbereit. Aber angesichts der Tat, um die es gehe, sehe er sich eher als das Monster, als das die Öffentlichkeit ihn sehe.

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