Wasser-Chaos in Niederlenz AG: «Es kam viel Dreck raus»

Panne hoch zwei in Niederlenz AG: Tausende waren am Samstagabend ohne Wasser. Eine Anwohnerin sorgt sich um Kalk, Rost – und verlässliche Infos.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Wasserversorgung in Niederlenz AG ist am Samstag für mehrere Stunden ausgefallen.
- Ursache waren zwei Pannen.
- Eine Anwohnerin sorgt sich, weil das Leitungswasser am Sonntag und Montag verfärbt war.
- Die Wasserqualität war aber jederzeit einwandfrei.
Am Samstagabend schlugen die ersten Einwohner Alarm: Plötzlich kam aus den Wasserhähnen kein Tropfen mehr. Halb Niederlenz AG sass auf dem Trockenen – rund 2500 Personen waren betroffen.
Eine Anwohnerin ist besorgt
Die Funkstille verunsicherte eine Einheimische total, wie sie zu Nau.ch sagt. «Wir wurden überhaupt nicht informiert. Die Infos habe ich von meiner Nachbarin und Facebook», sagt sie.
Am Mittwochnachmittag wartete sie noch immer auf eine offizielle Stellungnahme, wie sie angibt. Abhilfe hätte ein Blick auf die Webseite des Wasserversorgers verschafft. Seit Sonntag wird dort über die Störung informiert. Das war der Anwohnerin jedoch nicht bekannt.
Eine Panne hoch zwei
Was war also los in Niederlenz AG? Eine mechanische Klappe versagte, gleichzeitig brach eine Leitung. Über 1000 Liter Wasser pro Minute liefen aus.
Das sagt der regionale Energie- und Wasserversorger RTB zu Nau.ch.
Nach stundenlangem Einsatz konnten Techniker die Probleme schliesslich beheben. Die Wasserversorgung normalisierte sich dann schrittweise, wie das Unternehmen mitteilt.
Rost und Kalk schwimmen mit
Obwohl die Störung behoben wurde, sorgte sich die Anwohnerin weiterhin – auch weil sie keine verlässlichen Infos bekam. «Ich habe am Sonntag alle Siebli bei den Wasserhähnen abgeschraubt und es lange laufen lassen. Es kam ziemlich viel Dreck raus.»
Keine Gefahr für die Gesundheit
Das ist allerdings nur ein kurzfristiges Problem. Nach der Wiederinbetriebnahme kann vereinzelt bräunlich-gelbliches Wasser fliessen. Ursache sind gelöste Rost- oder Kalkablagerungen infolge der Druckschwankungen, wie RTB erklärt.
Die Trinkwasserqualität war zu keiner Zeit beeinträchtigt. Doch die Anwohnerin traute der Sache nicht ganz: «Am Montag hatten wir immer noch sehr trübes Wasser, weshalb ich Mineralwasser gekauft habe.»
Eine milchige Verfärbung ist zwar möglich, aber unbedenklich: Sie entsteht durch Lufteinschlüsse und verschwindet von selbst nach kurzer Zeit, wie der Wasserversorger beruhigt.
So gehts weiter
Die kaputten mechanischen Teile werden nun umgehend ersetzt. Zudem werden die Alarmkriterien überprüft, um künftig noch schneller reagieren zu können, bilanziert RTB .











