Zwölf Schüler müssen Kanti Aarau verlassen – wegen Platzmangel

Pumpenvoll und am Limit: Die Neue Kantonsschule in Aarau AG platzt aus allen Nähten – jetzt trifft es die Schülerinnen und Schüler knallhart!

Das Wichtigste in Kürze
- Die Neue Kanti Aarau ist völlig überfüllt – die Auslastung beträgt 129 Prozent!
- Zwölf Fachmittelschüler müssen nun umquartiert werden.
- Kurzfristig sollen Räume effizienter genutzt werden – langfristige Pläne stehen noch aus.
Die Neue Kantonsschule in Aarau (NKSA) AG hat keinen Platz mehr. Und das bekommen jetzt ihre Schülerinnen und Schüler zu spüren.
Für zwölf Lernende kommt der Hammer per Mail: Nach drei Jahren müssen sie ihre Schule verlassen. Statt wie geplant in Aarau weiterzumachen, werden sie für den Fachmaturitätslehrgang nach Zofingen oder Wohlen geschickt.
Was besonders hart trifft: Die Entscheidung lässt kaum Raum für persönliche Anliegen. Weder Freundschaften noch individuelle Lebenssituationen spielen eine Rolle.
Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) macht gegenüber der «Aargauer Zeitung» klar, wie entschieden wird: Ausschlaggebend sind der Wohnort und der Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Das bedeutet konkret: Wer näher an Zofingen oder Wohlen wohnt, wird dorthin geschickt – unabhängig davon, ob sich das soziale Umfeld komplett verändert.
Situation ist nicht neu
Der Grund? Die NKSA begründet dies laut «Tele M1» mit Platzknappheit: «Die Neue Kantonsschule Aarau ist eine der am stärksten aus- und überlasteten im Kanton.»
Die aktuelle Situation kommt jedoch nicht aus dem Nichts. Schon in den vergangenen Jahren musste die NKSA Schülerinnen und Schüler umteilen, weil die Kapazitäten nicht ausgereicht haben.
Doch jetzt hat die Überlastung ein neues Ausmass erreicht: Rund 900 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Schule – bei einer Auslastung von unglaublichen 129 Prozent. Das bedeutet: Die Schule ist weit über ihre eigentlichen Möglichkeiten hinaus gefüllt.
Ab Sommer 2026 sollen Räume besser genutzt und Ateliers umgebaut werden. Doch das ist nur eine Übergangslösung. Eine langfristige Perspektive fehlt bislang.
Ein Ausbau der Schule wäre naheliegend, ist aber ungewiss. Gegenüber der «Aargauer Zeitung» zeigt sich das BKS bedeckt: Ein Ausbau des Schulgeländes sei momentan nicht konkret geplant. Geeigneter Platz sei nicht verfügbar und die Stadt müsse noch entscheiden.
Die BKS-Sprecherin weiter gegenüber der Zeitung: «Es gibt aktualisierte Bevölkerungsprognosen, die auf gesamtschweizerischer Ebene eine Trendwende bei den Schülerzahlen anzeigen.» Auch die Auswirkungen auf Aarau würden noch geprüft.











