500 Jahre Disputation: Festakt setzt Zeichen für den Frieden

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und hohem Besuch von Bundespräsident Guy Parmelin feierte die Bevölkerung in Baden den Abschluss von 500 Jahre Disputation.

500 Jahre Badener Disputation – wie die Stadt Baden mitteilt, feierte sie am vergangenen Wochenende die letzten Jubiläums-Aktivitäten. Im Beisein von Bundespräsident Guy Parmelin und weiteren hochrangigen Persönlichkeiten aus Kirche und Politik wurden der ökumenische Gottesdienst und der offizielle Festakt zu einem weiteren Höhepunkt im Festjahr.
Zusammen mit Bundespräsident Guy Parmelin, alt Bundesrätin Doris Leuthard, den Vertretungen der Kirchen, Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz und Bischof Felix Gmür sowie weiteren Vertretenden aus Politik, Kirche und Kultur feierte die Badener Bevölkerung den letzten Akt der Jubiläumsfeierlichkeiten 500 Jahre Badener Disputation.
Festumzug verbindet Konfessionen
Der Festumzug mit über 300 Teilnehmenden zog am Sonntagmorgen bei schönstem Sonnenschein von der reformierten Kirche durch die Badener Innenstadt zur katholischen Stadtkirche. Diese symbolische Verbindung zeugt heute, 500 Jahre nach den Badener Streitgesprächen, vom gelebten Miteinander zwischen den beiden Glaubensrichtungen.
Das betonten auch der reformierte Pfarrer Res Peter und Claudio Tommasini, katholischer Pfarreiseelsorger, die zum Projektteam der Badener Disput(N)ation gehörten. «Mit nur einem Flügel können Friedenstauben nicht fliegen.»
Feierlicher Gottesdienst, würdiger Festakt
Der sehr feierliche, ökumenische Gottesdienst in der vollen Stadtkirche berührte mit Worten und musikalischen Darbietungen, u.a. durch das von Jens Hoffmann eigens für den Festakt komponierte «Badener Friedenslied».
Der Friede – neben Glaube, Hoffnung und Liebe eines der vier Leitmotive der Badener Disputation – wurde auch im offiziellen Festakt immer wieder aufgegriffen. Bundespräsident Guy Parmelin bezeichnete die Badener Disputation als einen Schlüsselmoment für die zwei Glaubensrichtungen.
Sie bestärkte die Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten und Vielfalt zu leben. Und er betonte: «Es dauert manchmal lange, bis Frieden entsteht. Aber es ist immer richtig, daraufhin zu arbeiten.» Alt Bundesrätin Doris Leuthard verstärkte mit «I still have a dream» die Hoffnung auf eine friedliche Weltgemeinschaft.
Die Botschaften wurden unterstrichen durch die wunderbaren Tanz- und Musikdarbietungen während des Festakts sowie durch die drei Fahnenschwingenden, darunter die erste Schweizer Fahnenschwingerin.
Im Kleinen kann Grosses entstehen
Stadtammann Markus Schneider betonte in seinem Grusswort den Badener Geist, der auch das Projekt «Disput(N)ation» geprägt hat. Er lobte in seinen Dankesworten den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten, die beispiellos aufgezeigt haben, dass man gemeinsam Grosses schaffen kann.
«Es braucht Menschen, die hinstehen, Menschen, die füreinander einstehen. Menschen, die sich engagieren. Je länger, je mehr und ganz besonders jetzt!»
Die grosse Festgesellschaft vermischte sich vor der Kirche mit der Öffentlichkeit, die die Darbietungen via Stream verfolgt hatte. Bei Suppe und Wein und angeregten Gesprächen wurde das Miteinander – ganz im Sinne des Badener Geistes – für die Zukunft gestärkt.






