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Baden: Drei Häuser auf dem Theaterplatz erzählen von Zwang und Fürsorge

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Vom 1. bis 17. September 2026 gastiert die mobile Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» auf dem Theaterplatz in Baden. Der Eintritt ist frei.

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Baden: Drei Häuser auf dem Theaterplatz erzählen von Zwang und Fürsorge (Symbolbild) - Nau.ch / jpix.ch

Die mobile Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen – Fürsorge und Zwang in der Schweiz» reist 2026 durch die Schweiz und macht vom 1. bis 17. September Halt in Baden. Sie lädt dazu ein, sich mit einem lange verdrängten Kapitel der Schweizer Geschichte auseinanderzusetzen. Ein Begleitprogramm in Kooperation mit dem Historischen Museum Baden beleuchtet regionale Bezüge.

Die vom Ausstellungsteam der ARGE Rogger, fischteich und Hänggi konzipierte Ausstellung thematisiert die Geschichte von Fürsorge und Zwang in der Schweiz und macht die Erfahrungen Betroffener sichtbar. Sie erzählt persönliche Geschichten und regt dazu an, über Menschenrechte, Macht und Eingriffe nachzudenken.

Ein verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte

Hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren in der Schweiz von fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen betroffen. Kinder wurden fremdplatziert und missbraucht, unbescholtene Menschen zur Arbeit gezwungen, in Heimen und Psychiatrien eingesperrt, jenische Familien gar verfolgt. Gerichtlich wehren konnten sie sich nicht.

Lange blieben diese Verbrechen gesellschaftlich weitgehend unbeachtet, längst sind sie verjährt, aber heute weiss man: Sie wirken vielschichtig nach.

Ausstellung wird zum Gesprächsraum

Die Ausstellung besteht aus drei mobilen Häusern, die während knapp drei Wochen auf dem Theaterplatz Baden frei zugänglich sind. Jedes Haus beleuchtet das Thema aus einer anderen Perspektive. Im Zentrum stehen persönliche Geschichten von Betroffenen sowie die Rolle von Behörden, Institutionen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Gastausstellung wird durch ein Begleitprogramm in Kooperation mit dem Historischen Museum Baden ergänzt. Dieses vertieft den Blick auf die lokale Geschichte und bezieht Menschen aus der Region mit ihren persönlichen Geschichten ein. Zum Programm gehören ein Vortrag des Historikers Dr. Ernst Guggisberg, ein moderiertes Erzählcafé sowie eine mehrteilige Geschichtswerkstatt.

Einladung zur Auftaktveranstaltung

Dienstag, 1. September 2026, 11–13.30 Uhr inkl. Steh-Lunch

Programm

Eröffnung der Ausstellung auf dem Theaterplatz mit Regula Dell’Anno-Doppler (Stadträtin Baden), Marcel Hänggi (Journalist, Buchautor und Ausstellungsmacher, Ausstellungsteam fischteich), und Lisa Schlittler (Co-Leitung Historisches Museum).

Ausstellungsbesichtigung auf dem Theaterplatz Baden

Spaziergang ins Historische Museum Baden

Steh-Lunch ab 12.15 Uhr

Ende gegen 13.30 Uhr

Die Teilnahme ist begrenzt. Der Eintritt ist frei.

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