FC Baden siegt dank Bertelle spät mit 3:1

Der FC Baden bezwingt Wettswil-Bonstetten mit 3:1. Nach einer starken ersten Halbzeit wird es nach dem Anschlusstreffer nochmals spannend.

Wie der FC Baden mitteilt, überzeugte das Fanionteam eine Woche nach der Gala gegen die U21 des FC St.Gallen auch gegen Wettswil-Bonstetten. Allerdings mussten die Fans im Stadion Esp bis zur vorletzten Minute zittern, ehe der eingewechselte Mattia Bertelle alles klar machte.
Obwohl beide Mannschaften engagiert loslegten, dauerte es eine Viertelstunde, bis erstmals vor einem Tor Gefahr aufkam. Davide Giampà setzte den Ball knapp daneben. Und von da an gab der FC Baden den Ton an. Nach einer halben Stunde lief der Angriff über rechts: Jan Kalt, Diego Rhein und Simon Tschopp.
Dessen Flanke verwertete Alessandro Barletta zur Führung. Kurz darauf hatte Giampà nach einem Traumpass von Ensar Huruglica freie Bahn. Per Heber schloss der Captain die Kombination mit dem 2:0 ab.
Gefährliche Konter der Gäste nach der Pause
Gleich drei Chancen liessen die Badener direkt nach dem Wechsel liegen. Prompt kam Wettswil-Bonstetten aus dem Nichts durch einen Schuss von Eren Öner zum Anschlusstreffer.
Wäre Giampàs Querpass am Strafraum nicht von einem Gegenspieler gerade noch abgefangen worden, hätte Huruglica freie Bahn aufs Tor gehabt. Da hatte der Verteidiger einfach sehr gut spekuliert. Daraus entstand der Konter, den Öner nutzte.
Und wenig später traf Collin Obi nur den Pfosten. Danach schob Öner den Ball zwar ins Netz, doch er stand dabei im Abseits. Immer mal wieder kamen die Gäste nun gefährlich durchs Mittelfeld. Auf der anderen Seite aber häuften sich die Chancen.
Torhüter Luca Thaler wehrte einige Male stark ab, die Badener verpassten knapp den gefährlichen Pass in die Mitte. So brauchte es die Parade von Badens Torhüter Simon Zalokar gegen den freistehenden Nemanja Petrovic, um in Führung zu bleiben.
Bertelle sorgt für die Entscheidung
Kurz darauf erlöste Bertelle mit seinem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze aus die einheimischen Fans und sicherte dem FC Baden den verdienten Sieg. Kaum auf dem Platz, schnappte sich der Mittelfeldspieler in der eigenen Hälfte den Ball, zog los und belohnte seinen Sololauf mit dem 3:1.
«Ein wenig Glück war dabei, aber Hauptsache, es zählt», sagte er. Trainer Ivan Previtali freute sich für den Torschützen, der im Moment nicht zur Startformation gehört: «Er trainiert hervorragend, gibt alles und hat sich das verdient.»
FC Baden überzeugt mit Tempo und Plan
Das Lob gab’s von Previtali für die ganze Mannschaft: «Kompliment, ihr musstet kämpfen und habt alles gegeben.» Tatsächlich zeigte der FC Baden erneut eine reife Leistung. Er dominierte die erste Halbzeit, nutzte zwei Chancen. Tormöglichkeiten erspielten sich die Gastgeber auch nach dem Wechsel zur Genüge.
Hätten sie die besser genutzt, wäre die Frage nach dem Sieger früh entschieden gewesen. Doch gewährten sie dem Gegner teilweise etwas zu viel Platz für seine Konter. «Wir spielten mutig offensiv, haben daraus zu wenig gemacht. Und dann hatten wir manchmal Mühe, die Räume eng zu machen», analysierte der Trainer.
Für ihn wie für die Fans wurde es so noch zu einer Partie, die manchmal Nerven kostete. Andererseits lebt das Spiel auch von der Spannung. Ist es zu früh entschieden, fehlt auch etwas. «Es macht wieder richtig Spass», betonte Routinier Patrick Muff. Und Barletta ergänzte: «Es klappt vieles, wir haben dank dem Tempo viele Anspielstationen, können den Ball laufen lassen und haben einen klaren Plan.»
Wieder einmal richtig lag «Maradona». Der Seniorenkicker und treue Helfer könnte glatt als Doppelgänger des ehemaligen Superstars durchgehen. Bei allen drei Heimspielen des FC Baden traf er mit seinen Tipps ins Schwarze.






