Fislisbach AG: Budget 2027 bleibt beim Steuerfuss von 109 Prozent

Das Budget 2027 von Fislisbach AG rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 357'310 Franken. Die Gemeindeversammlung entscheidet am 13. November 2026.

Das Budget 2027 der Einwohnergemeinde Fislisbach wird mit einem Aufwandüberschuss von CHF 357'310 und mit einem unveränderten Steuerfuss von 109 % vorgelegt. Die Finanzkommission hat vom Budget 2027 Kenntnis genommen.
Der Steuerertrag entwickelt sich positiv bei gleichbleibender Einwohnerzahl. Die im ganzen Kanton Aargau fehlenden Liegenschaftsschätzungen führen zu Verzögerungen bei den Steuerveranlagungen. Dies wirkt sich aktuell und in naher Zukunft auf den Steuerertrag aus.
Weitere Änderungen im Bereich der Steuern sind der Wegfall des Eigenmietwertes, die Einführung der Individualbesteuerung u.a., welche die Ertragsplanung erschweren.
Im Bereich der Gesundheit und der sozialen Sicherheit ist ein Mehraufwand gegenüber dem letzten Budget zu verzeichnen. Für Spitexleistungen wird mit Kosten von rund CHF 850'000 gerechnet. Für die Pflegefinanzierung muss die Gemeinde Fislisbach im kommenden Jahr über CHF 1.6 Mio. aufwenden, knapp CHF 180'000 mehr als im Vorjahr.
Bei der sozialen Sicherheit beinhaltet der grösste Ausgabenposten die «Restkosten für Sonderschulung und Heimaufenthalte», welcher 1.8 Mio. Franken beträgt, was knapp CHF 200'000 mehr als im Vorjahr sind. Bereits diese beiden Posten machen rund CHF 380'000 aus, welcher aus dem Steuertrag finanziert werden muss. Die Zuwanderung ist nicht bemerkenswert, folglich muss dieser Betrag an einem anderen Ort eingespart werden.
Aufgrund der leicht steigenden Steuerkraft und anderer Faktoren reduziert sich der Finanzausgleich auf CHF 654'008 (Vorjahr CHF 827'000). Auch diese Mindereinnahmen müssen an einem anderen Ort des 25 Mio. Franken-Budgets eingespart werden.
Bei den Spezialfinanzierungen «Wasser, Abwasser, Abfall und Grüngut» zeigt sich ein unterschiedliches Bild:
Der ‘Wasserbetrieb zeigt ein Aufwandüberschuss von CHF 27'150 (Budget 2'026 CHF – 2'650) und der Abwasser-Betrieb’ zeigt einen Aufwandüberschuss von CHF 108’350 (Budget 2026 Ertragsüberschuss CHF 43'610). Beide Betriebe werden in naher Zukunft einige Investitionsausgaben bewältigen müssen. Mit den Betriebsgebühren können die betrieblichen Aufwände mehrheitlich gedeckt werden.
Die Anschlussgebühren dienen zur Deckung der Ausgaben des Investitionsbedarfes. Aus heutiger Sicht muss mittelfristig eine Gebührenerhöhung in Betracht gezogen werden.
Beim ‘Abfall- und Grüngutbetrieb’ ist je ein Ertragsüberschuss von CHF 97’950 (Budget 2'026 CHF 42’750) bzw. CHF 28’260 (Budget 2'026 CHF 26’000) budgetiert. Es sind keine wesentlichen Investitionsausgaben geplant. Folglich werden sich diese Gebühren eher nicht verändern.
Das Budget 2027 liegt umsatzmässig im Rahmen der Rechnung 2025. Stetig steigende Aufwände, welche nicht beeinflusst werden können, da sie von kantonaler Seite geführt oder verteilt werden, beeinflussen den Finanzhaushalt immer stärker oder schränken die finanzielle Handlungsfreiheit der Aargauer Gemeinden zunehmend ein.








