Eggenwil: Keine zusätzliche Bushaltestelle im Süden des Dorfes

Gemeinde Eggenwil
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Mutschellen-Reusstal-Kelleramt,

Der Wunsch nach einer weiteren Bushaltestelle beim Knoten «Freihof» in Eggenwil bleibt vorerst unerfüllt. Der Kanton sieht zu wenig Nutzen für hohe Kosten.

Eggenwil
Eggenwil: Keine zusätzliche Bushaltestelle im Süden des Dorfes (Symbolbild) - Keystone

Zumindest mittelfristig ist keine zusätzliche Bushaltestelle zu erwarten 2009 wurde im Zuge der Realisierung des Dorfplatzes samt Altstoffsammelstelle mit unterirdischem Entsorgungssystem auch die gedeckte Bushaltestelle ersetzt und der bergseitige Warteraum mit einem Velounterstand kombiniert.

Die Gemeindebehörde kann das Anliegen nachvollziehen. So liess der Gemeinderat im Rahmen der umfassenden Planung des im August 2022 abgeschlossenen Strassenbauprojekts «Ausbau und Sanierung Kantonsstrasse (Badenerstrasse) K 271 Eggenwil Innerort» auch die Machbarkeit einer zusätzlichen Bushaltestelle beim Knoten «Freihof», also im Bereich der Einmündungen von Pflanzerfeldstrasse/Erlismattweg und Rotrainstrasse in die Kantonsstrasse, durch die kantonale Abteilung Verkehr, Sektion öffentlicher Verkehr, näher abklären.

Dabei ergab sich, dass die bestehende Haltestelle Dorfplatz im Umkreis von 300 Meter (öV-Güteklasse D) rund 600 Einwohner erschliesst. Mit einer zusätzlichen Haltestelle rund 400 Meter südlich würden lediglich rund 150 Einwohner zusätzlich erschlossen. Zudem liegen die Baulandreserven hauptsächlich im Umfeld der Haltestelle Dorfplatz sowie im nördlichen Siedlungsgebiet.

Aufgrund der topografischen Verhältnisse und der strassennahen Bebauung im Bereich des Knotens «Freihof» wären umfassende bauliche Massnahmen erforderlich. Die Haltestelle müsste als Neuanlage zwingend behindertengerecht erstellt werden. Der bescheidene Nutzen steht mit den zu erwartenden hohen Investitionskosten in keinem vertretbaren Verhältnis.

Zudem birgt jeder weitere Halt auf der Buslinie das Risiko, die Fahrplanstabilität zu beeinträchtigen. Aus diesen Gründen konnte die kantonale Abteilung Verkehr eine zusätzliche Haltestelle im Süden nicht unterstützen.

Mit der inzwischen realisierten «Terrassenhausüberbauung Erlismatt» hat sich die Situation im südlichen Gemeindegebiet zwar etwas verändert. Die Überbauung umfasst zehn Wohneinheiten; bislang wurden acht Häuser von insgesamt 18 Personen bezogen. Bei vollständiger Belegung ist somit mit einer zusätzlichen Bevölkerung von insgesamt rund 25 Personen zu rechnen.

Diese Entwicklung dürfte an der damaligen Beurteilung des Kantons allerdings kaum etwas ändern, zumal auch bei einer vollständigen Belegung der Überbauung die Zahl der zusätzlich erschlossenen Einwohner vergleichsweise gering bleibt.

Zu berücksichtigen ist zudem, dass aufgrund der bereits bestehenden Einwohnerzahl sowie der aktuellen und absehbaren Bautätigkeit auch im nördlichen Gemeindegebiet ein nachvollziehbares Bedürfnis nach einer zusätzlichen Bushaltestelle bestehen könnte. So befinden sich an der Badenerstrasse 34/36 derzeit zwei neue Gewerbebetriebe im Bau. Zudem verfügt die Parzelle Nr. 444 über erschlossenes Bauland für eine künftige Mehrfamilienhausüberbauung.

Analog zur Situation im Süden wäre daher auch im Norden eine zusätzliche Haltestelle in einer Entfernung von rund 400 Meter von der Haltestelle Dorfplatz grundsätzlich denkbar.

Aus den genannten Gründen geht der Gemeinderat davon aus, dass sich zusätzliche Bushaltestellen zumindest mittelfristig kaum realisieren lassen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Gemeindebehörde dem öffentlichen Verkehr seit jeher eine hohe Bedeutung beimisst. Entsprechend wurde auch im soeben erarbeiteten Räumlichen Entwicklungsleitbild (REL) im Handlungsfeld «Mobilität und Vernetzung mit Velo- und Wanderwegen» festgehalten, dass zur Verbesserung der Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr die Prüfung von zwei zusätzlichen Bushaltestellen sowie von Optimierungsmöglichkeiten bei den Anschlussverbindungen der Buslinie weiterverfolgt werden soll.

Damit bleibt das Thema zusätzlicher Bushaltestellen auf dem Eggenwiler Gemeindegebiet grundsätzlich auf der politischen und planerischen Agenda. Eine konkrete Realisierung dürfte jedoch insbesondere von der weiteren Siedlungsentwicklung, der Entwicklung der öV-Nachfrage sowie der erneuten Beurteilung durch den Kanton und den öffentlichen Verkehrsbetrieb abhängen.

Natur und Klima: Kick-off Klimaberatung Eggenwil unter der Leitung des Naturama Aargau Am 13. August erfolgte unter der Leitung der Naturama-Vertreter die Startsitzung zur Klimaberatung Eggenwil: (v.l.) David Preiswerk und Isabelle Glanzmann (Projektleiter Naturförderung und Klima des Naturama Aargau), Bruno Meier (Leiter technische Betriebe/Dienste Eggenwil), Jessica Gattlen (Aktuarin der Natur- und Umweltkommission NUK Eggenwil), André Belser (Mitglied der NUK und Feuerbrand/Ambrosia-Kontrolleur sowie Neobiota-Ansprechperson der Gemeinde, Stephanie Boksberger (Mitglied der NUK), Markus Belser (Angestellter technische Betriebe/Dienste und Schulanlage-/Waldhüttenwart), Markus Käch (Präsident der NUK), Gemeinderätin Esther Werthmüller, Gemeinderat Sebastian Meyer (Ressortvorsteher Umwelt) und Ingrid Vitali (Mitglied der NUK).

Unter dem Titel «Klimafit in die Zukunft» bietet das Naturama ein umfassendes Sensibilisierungs- und Beratungsangebot für Gemeinden an. Interessierte Kommunen werden bei der Analyse ihrer Klimarisiken unterstützt und bei der Umsetzung eigens definierter Vorkehrungen begleitet. Das Ziel ist, Gemeinden längerfristig zu befähigen, sich aufgrund einfacher Fachgrundlagen klimaangepasst weiterzuentwickeln.

Um sich noch verstärkter mit dem Thema auseinanderzusetzen, etwa auch im Hinblick auf die Optimierung der Aussenanlagen von Gemeindeliegenschaften oder Strassenräumen, fand auf Initiative von Gemeinderat und Ressortvorsteher Sebastian Meyer vergangene Woche das Starttreffen als Auftakt für ein neues Projekt oder eine neue Phase zum Thema Klimaanpassung statt. Unter der Leitung von Isabelle Glanzmann und David Preiswerk, beide versierte Projektleiter Naturförderung und Klima des Naturama Aargau, erhielten die Vertreter des Gemeinderats, der Natur- und Umweltkommission (NUK), des technischen Dienstes sowie der Verwaltung der Gemeinde einen Überblick über die Möglichkeiten zur Anpassung und den allgemeinen Handlungsbedarf. Ebenso wurde die Ausgangslage in Eggenwil grob analysiert sowie die relevanten Akteure und der Handlungsbedarf in Eggenwil identifiziert.

Weiter konnten bei einem Rundgang durch das Dorf erste Ideen zur Klimaanpassung diskutiert, grundlegende Priorisierungen der Handlungsfelder vorgenommen und die nächsten Schritte erörtert werden.

Übrigens: Die Natur- und Umweltkommission (NUK) unterstützt als ständige beratende Kommission des Gemeinderats längst nicht nur die Gemeindebehörde in den Bereichen Umwelt (u.a. Biodiversität, Bodenschutz, Gewässerschutz, Luftreinhaltung, Lärmschutz, Littering), Raumordnung (u.a. Naturschutzzonen, Schutzobjekte) und Volkswirtschaft (u.a. Landwirtschaft, Wald und Forstwirtschaft, Bienenhaltung, Jagd und Fischerei), sondern stellt auch der Bevölkerung im Rahmen von periodischen NUK-Newsletter aufschlussreiche Informationen und nützliche Tipps zur Verfügung. Die fortlaufend gesammelten Publikationen können auf der Gemeindehomepage unter der Rubrik Bau, Umwelt & Werke > Natur & Landschaft > Natur- und Umweltkommission (NUK) Eggenwil abgerufen werden.

Gut sehen und gesehen werden: Sichtbarkeit für mehr Sicherheit Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrssicherheit. Dennoch wird ihre Bedeutung noch immer häufig unterschätzt – obwohl sie alle Verkehrsteilnehmenden betrifft: Autofahrerinnen und Autofahrer, Velofahrende, Fussgängerinnen und Fussgänger oder Nutzerinnen und Nutzer von E-Trottinetts. Mit seiner Präventionskampagne MADE VISIBLE erinnert der Touring Club Schweiz daran, dass gute Sichtbarkeit wirkungsvoll zur Verkehrssicherheit beiträgt.

Nach Einbruch der Dunkelheit, bei Regen, Nebel oder in den frühen Morgenstunden reicht es nicht aus, gut zu sehen – man muss auch gesehen werden. Diese Selbstverständlichkeit gerät besonders im Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer werden, oft in Vergessenheit. Die Statistik des Bundesamts für Strassen zeigt zudem, dass die Monate September bis November mit durchschnittlich rund 3000 Sachschadenunfällen pro Monat zu den unfallreichsten Zeiten des Jahres zählen.

Dabei lassen sich viele dieser Risiken mit einfachen Massnahmen deutlich reduzieren.

Autofahrerinnen und Autofahrer in der Verantwortung

Für Autofahrerinnen und Autofahrer besteht der erste Schritt darin, sicherzustellen, dass ihr Fahrzeug gut sichtbar ist. Saubere Scheinwerfer, einwandfrei funktionierende Lichter und der richtige Einsatz des Abblendlichts, sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden, sind unverzichtbare Grundregeln. Ein gut beleuchtetes Fahrzeug verbessert nicht nur die Sicht auf die Umgebung, sondern sorgt auch dafür, dass es von anderen Verkehrsteilnehmenden frühzeitig erkannt wird.

Gute Sicht setzt zudem eine gute Sehkraft voraus: Deshalb empfiehlt es sich, die Augen regelmässig kontrollieren zu lassen und bei Bedarf eine Brille zu tragen.

Die richtigen Massnahmen für Zweiräder Auch Velofahrende und Nutzerinnen und Nutzer von E-Trottinetts müssen auf ihre Sichtbarkeit achten. Velos müssen vorne mit einem weissen und hinten mit einem roten Licht ausgerüstet sein, das bei Dunkelheit oder ungenügenden Sichtverhältnissen eingeschaltet werden muss. E-Bikes und E-Trottinetts hingegen müssen jederzeit – auch tagsüber – mit eingeschaltetem Licht unterwegs sein.

Reflektoren, insbesondere an Pedalen und Rädern, sowie weitere reflektierende Elemente ergänzen die Beleuchtung wirkungsvoll und erhöhen die Sichtbarkeit.

Dennoch begegnet man immer wieder Verkehrsteilnehmenden ohne Licht, die zudem von Kopf bis Fuss dunkel gekleidet sind. Sie bleiben dadurch bis zum letzten Moment nahezu unsichtbar. Auch die Kleidung spielt eine entscheidende Rolle: Wer dunkle Kleidung trägt, ist erst aus einer Entfernung von rund 25 Metern erkennbar.

Helle oder fluoreszierende Kleidung erhöht diese Distanz auf etwa 40 Meter, reflektierende Elemente sogar auf bis zu 140 Meter.

Auch Fussgängerinnen und Fussgänger sind betroffen Insbesondere beim Überqueren der Strasse ausserhalb von Fussgängerstreifen oder auf schlecht beleuchteten Strassen sind Fussgängerinnen und Fussgänger einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dunkel gekleidet werden sie von Fahrzeuglenkenden oft erst sehr spät wahrgenommen.

Auch hier können einfache Massnahmen einen grossen Unterschied machen: Helle Kleidung oder reflektierende Accessoires sorgen dafür, dass Fussgängerinnen und Fussgänger bereits aus grosser Distanz im Scheinwerferlicht erkannt werden. Heute sind solche reflektierenden Elemente immer häufiger in Kinderrucksäcken und Jacken integriert – ein gutes Beispiel, dem auch Erwachsene folgen können. Mit seiner Präventionskampagne MADE VISIBLE sensibilisiert der TCS alle Verkehrsteilnehmenden für die Bedeutung der Sichtbarkeit.

Bereits wenige einfache Verhaltensweisen genügen, um die Sicherheit jedes Einzelnen zu erhöhen und den Strassenverkehr für alle sicherer zu machen.

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