Naturpark Thal: Vier Gemeinden schalten für eine Nacht das Licht aus

Am 11. September 2026 dimmen vier Gemeinden im Naturpark Thal ihre Strassenbeleuchtung. Eine geführte Nachtwanderung führt von Matzendorf nach Aedermannsdorf.

Am 11. September 2026 wird es im Thal für eine Nacht deutlich dunkler: Welschenrohr-Gänsbrunnen, Herbetswil, Aedermannsdorf und Holderbank dimmen ihre Strassenbeleuchtung oder schalten sie ganz aus. Der Naturpark Thal beteiligt sich damit zum zweiten Mal an der Earth Night und lädt die Bevölkerung ein, ebenfalls auf künstliches Licht zu verzichten und die Dunkelheit auf einer geführten Nachtwanderung von Matzendorf nach Aedermannsdorf zu erleben.
Mit der Teilnahme an der Earth Night macht der Naturpark Thal auf die Bedeutung natürlicher Dunkelheit für Mensch und Natur aufmerksam. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Naturparks sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen und auf künstliches Licht weitestgehend zu verzichten.
«Wir sind uns gewohnt, die Nacht jederzeit zu beleuchten. An der Earth Night drehen wir das für einmal um: Wir schalten das Licht aus und erleben, was Dunkelheit für uns und für nachtaktive Tiere bedeutet», sagt Patrick Zellweger, Projektleiter Energie und Natur im Siedlungsraum beim Naturpark Thal und Koordinator der Earth Night Thal.
Nachtwanderung macht Dunkelheit erlebbar
Wie verändert sich die Landschaft, wenn mit der Dämmerung auch das künstliche Licht verschwindet? Auf einer geführten Wanderung von Matzendorf nach Aedermannsdorf können die Teilnehmenden die zunehmende Dunkelheit bewusst erleben. Die rund 5,5 Kilometer lange Strecke führt sie vom letzten Tageslicht hinein in die Nacht.
Die Wanderung richtet sich an Erwachsene und Kinder ab sieben Jahren. Eine Anmeldung ist erforderlich. Zum Abschluss laden der Naturpark Thal und die Gemeinde Aedermannsdorf ab 22 Uhr auf dem Löwenplatz zu einem Austausch und einem kleinen Apéro in der Dunkelheit ein.
Dunkelheit ist Lebensraum
Der Naturpark Thal setzt sich gemeinsam mit Partnern dafür ein, Lebensräume auch in der Nacht zu erhalten. Davon profitieren zahlreiche nachtaktive Tierarten, darunter Fledermäuse wie das Mausohr, die auf dunkle Jagdgebiete und Flugkorridore angewiesen sind. Künstliches Licht kann diese Lebensräume beeinträchtigen.
Mit der Earth Night macht der Naturpark die Bedeutung natürlicher Dunkelheit sichtbar und erlebbar. Gleichzeitig will er Impulse geben, künstliches Licht auch im Alltag bewusster einzusetzen und dort zu reduzieren, wo es nicht notwendig ist.





