Bitteres Aus: EHC Olten scheitert erneut in Verlängerung

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Olten,

Der EHC Olten verliert Spiel fünf gegen Sierre 1:2 nach Verlängerung und scheidet aus. Trotz starkem Kampf endet die Saison der dezimierten Oltner im Halbfinal.

EHC Olten
Der EHC Olten ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Olten. Die Dreitannen-Städter tragen ihre Heimspiele auf der Eisbahn Kleinholz aus. - Grafik Nau.ch

Wie der EHC Olten berichtet, forderte das Team dem HC Sierre wieder alles ab – wieder jubeln am Ende die Walliser nach einem Tor in der Verlängerung. Das 1:2 n.V. bedeutet das Saisonende für die ersatzgeschwächten Oltner.

Und dann war die Verlängerung, das Spiel und die Saison mit einem Schlag zu Ende: Stéphane Patry verwertete einen Abpraller im Slot und entschied die Partie mit den längst bekannten Walliser Waffen: Schüsse aus allen Ecken und vor allem von der blauen Linie.

Bis irgendwann ein Puck den Weg ins Netz findet. Und wenn es hinten eng wurde, befreiten die Walliser mit einem ihrer unzähligen Icings. Gerade in der Verlängerung waren die Oltner ebenbürtig und verpassten den Sieg mehr als einmal nur hauchdünn.

Hervorragender Rötheli unter Dauerbeschuss

Doch am Ende war das Verdikt so hart wie klar: Olten verliert die Serie gegen Sierre mit 1:4. Die Walliser stehen im Final der Sky Swiss League Playoffs – herzliche Gratulation an Sierre. Das klare Resultat täuscht aber auch darüber hinweg, dass der EHCO mit dem stärksten Team der Qualifikation meist auf Augenhöhe agierte.

In der regulären Spielzeit dieses fünften Duells war es aber eindeutig Sierre, das mehr vom Spiel hatte, sich diesmal aber mit einem Problem konfrontiert sah, mit dem in den vorherigen Partien vielmehr die Oltner zu kämpfen hatten: die mangelnde Effizenz vor dem gegnerischen Tor.

Bezeichnend dafür die Szene früh im Spiel, als EHCO-Keeper Lucas Rötheli aus dem Tor eilte, um einen langen Pass auf einen Sierre-Stürmer zu unterbinden, dieser aber schneller an der Scheibe war und Rötheli umkurvte – nur um dann am völlig leeren Tor vorbeizuschiessen.

Rötheli glänzt – Janett trifft, Ausfälle wiegen schwer

Die Oltner blieben auch dank ihrem einmal mehr hervorragend parierenden Torhüter im Spiel – Rötheli wurde in seinem letzten Spiel für den EHCO zurecht als bester Oltner Spieler ausgezeichnet – und kamen in der 35. Minute zum Ausgleich durch Gian Janett, der einen Konter mit einem Handgelenkschuss gekonnt verwertete.

Der öffnende Assist in den Rücken der Sierre-Verteidiger kam dabei von Benjamin Bonvin, der heute zu seinem ersten Playoff-Einsatz überhaupt kam. Der Ex-Siderser rückte ins Line-Up nach, da mit Stan Horansky (verletzt) und Guillaume Asselin (gesperrt) gleich zwei Stürmer der ersten Linie nicht mittun konnten.

Auch in der Verteidigung fehlte mit Janis Elsener ein wichtiger Pfeiler, nachdem dieser im letzten Spiel von einem Slapshot voll im Gesicht getroffen war.

Der letzte Auftritt von Eliot Antonietti

Diese Absenzen machten sich gegen den souveränen Qualifikationssieger vor allem in der offensiven Durchschlagskraft wenig überraschend bemerkbar. Doch das Team bewies einmal mehr, dass es mit Widrigkeiten umzugehen weiss und überzeugte mit einem sehr realistischen und solidarischen Auftritt – der beinahe noch in der regulären Zeit mit dem Sieg belohnt worden wäre.

Captain Patrick Obrist brach in der 60. Minute auf der rechten Seite mit viel Speed durch, konnte Sierre-Keeper Giovannini aber auch nicht bezwingen. Schliesslich musste die Overtime entscheiden, die aus Oltner Sicht so bitter endete – und der schönen Karriere von Eliot Antionietti ein Ende setzte.

Der Oltner Anhang feierte den langjährigen Publikumsliebling nach Spielschluss minutenlang – und selbst die Sierre-Fans skandierten seinen Namen. Es war eine würdige letzte Episode dieser hartumkämpften Serie.

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