Kanton Solothurn: 95-Prozent-Ziel bei Schulabschlüssen weiterhin verfehlt

    Staatskanzlei Kanton Solothurn
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    Solothurn,

    Die Bildungskommission des Kantons Solothurn hat den nationalen Bildungsbericht 2026 beraten. Nur 90,1 Prozent der 25-Jährigen haben einen Sek-II-Abschluss.

    Kanton Solothurn
    Die Bildungs- und Kulturkommission hielt ihre September-Sitzung auf Schloss Waldegg ab. - zVg

    Die Bildungs- und Kulturkommission hat ihre September-Sitzung auf Schloss Waldegg abgehalten. Im Zentrum standen eine erste Lesung des nationalen Bildungsberichts 2026 sowie Informationen zum kulturell bedeutenden Anwesen.

    Andreas Walter, Chef des Volkschulamtes, hat den nationalen Bildungsbericht 2026 in einer ersten Lesung der Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) vorgestellt. Der Bericht zeigt, dass sich der Kanton Solothurn in vielen Bereichen ähnlich wie die gesamte Schweiz entwickelt. Das gemeinsame bildungspolitische Ziel von Bund und Kantonen, wonach 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen sollen, wird weiterhin verfehlt.

    Gemäss dem Bildungsbericht gibt es bei den Abschlussquoten Unterschiede nach sozialer Herkunft, Geschlecht und Sprache. Besonders thematisiert wurden dabei die Unterschiede nach Herkunft und Migrationsstatus. Während Schweizerinnen und Schweizer eine Abschlussquote von 92,1 Prozent erreichen, liegt diese bei Ausländerinnen und Ausländern bei rund 85 Prozent.

    Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sprachliche Voraussetzungen und der Migrationshintergrund den Bildungsverlauf beeinflussen können. Die Kommission nahm diese Unterschiede und die damit verbundenen Herausforderungen für das Erreichen des 95-Prozent-Ziels zur Kenntnis. Die BIKUKO wird sich im Rahmen einer zweiten Lesung vertieft mit den Erkenntnissen des Bildungsberichts und deren Bedeutung für den Kanton Solothurn auseinandersetzen.

    Die Kommission hielt ihre Septembersitzung auf Schloss Waldegg ab. Die BIKUKO-Mitglieder nutzten dabei die Gelegenheit, um sich auf einer Führung über die Geschichte, die kulturhistorische Bedeutung und die heutige Nutzung von Schloss Waldegg zu informieren. Die Sitzung bot damit Gelegenheit, die beiden Themenbereiche Bildung und Kultur in einem besonderen Rahmen miteinander zu verbinden.

    Kommentare

    User #3920 (nicht angemeldet)

    Ziel ist, dass Schüler lesen, schreiben und rechnen können. Aber dem Kantob ist das scheibegal, Politiker möchten sich gerne mit einer 100% Abschlussstatistik unter ihrem Einfluss schmücken. Falls nötig "schafft" künftig wohl auch ein Analphabet den Abschluss.

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