SV Wiler-Ersigen bezwingt Uster und baut Siegesserie aus

SV Wiler-Ersigen
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Solothurn,

Der SV Wiler-Ersigen gewinnt in Uster 4:3 dank Louis’ Overtime-Treffer und dem starken Picariello, der in der Schlussminute einen Penalty pariert.

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Der SV Wiler-Ersigen sichert sich in Uster mit 4:3 n.V. den zehnten Sieg in Serie. - SV Wiler-Ersigen

Wie der SV Wiler-Ersigen mitteilt, siegt das Team dank einem Treffer von Captain Marco Louis in der Overtime in Uster mit 4:3, gibt zwar erstmals Punkte ab, kann sich aber mit dem zehnten Sieg in Serie von der Konkurrenz weiter absetzen, weil die Tigers Langnau, der Gegner am kommenden Mittwochabend, 3. Dezember 2025, zuhause gegen Thurgau verloren.

War es die zweiwöchige Pause, ein allfälliges Unterschätzen des Heimteams, das nicht in Bestbesetzung antreten konnte, oder einfach eine bescheidene Tagesform? Die Analyse des Spiels wird diese Frage beantworten müssen. Jedenfalls lieferte der SVWE in Uster nicht seine beste Saisonleistung ab, konnte am Ende aber dennoch gewinnen.

Parallelen zum Thurgau-Match waren dabei offensichtlich. Wie schon in Weinfelden wurde Youngster-Goalie Picariello zum Matchwinner, indem er sich in der Crunch-Time massiv steigern konnte und in der Schlussminute gar einen Penalty von Anis abwehrte.

Scheinbar hatte Uster nicht gross Video-Studium betrieben, denn Picariello überraschte den Ustermer Topskorer genau gleich wie den Thurgauer Helin, und dann erwischte der Rekordmeister die Gastgeber auch noch beinahe mit der gleichen Freistoss-Variante wie in Thurgau (damals fünf Sekunden vor dem Ende) und wäre dank Bürki beinahe noch zum Siegtreffer in der regulären Spielzeit gekommen.

SVWE startet zu passiv und kassiert frühen Doppelschlag

Das wäre dann aber wohl des Guten zu viel gewesen für eine Leistung, die abgesehen vom Mitteldrittel doch eher dürftig blieb. Man agierte von Beginn weg mit geringer Intensität und mit wenig Druck auf das gegnerische Tor. Viel Ballbesitz, aber kaum hochkarätige Chancen.

Auch im Umschaltspiel agierte der SVWE zu behäbig. Einzige die dritte Linie kam mit Vogt (zweimal als Vollstrecker einmal als Passgeber) im Startabschnitt zu einigen guten Möglichkeiten, liess diese aber ungenutzt.

So sah sich der SVWE plötzlich mit 0:2 im Rückstand, dank einem Doppelschlag Usters, wo der letztjährige SVWE-Finne Albert Koskinen das Skore in der 16. Minute beinahe von der Mittelinie aus eröffnete und Picariello schlecht aussehen liess. Immerhin glückte der Wiler Topformation dank dem 16. Saisontreffer Galantes umgehend der wichtige Anschlusstreffer.

Zähes Ringen endet mit SVWE-Sieg nach Verlängerung

Und als kurz nach Wiederbeginn Persson (zweimal lieferte Bürki die Vorlage) zum 2:2 einnetzte, schien die Partie doch noch die erwartete Wende zu nehmen. Die Gäste agierten nun zwar ideenreicher, aber blieben im Abschluss immer noch zu wenig entschlossen, liessen auch zwei Powerplays ungenutzt.

Dies ermöglichte es Uster, im Spiel zu bleiben und selber immer wieder Nadelstiche zu setzen. Das Heimteam geriet nie in Rückstand, auch dann nicht als Wiler Chefcoach Tatu Väänänen personelle Umstellungen (drei Junge ab Spielmitte rein, darunter das Comeback von Jamie Martinjas nach seiner Hüft-OP) vornahm.

Die einen gewollt, eine andere wegen der Verletzung von Center Simon Laubscher gezwungenermassen. So blieb die Partie lange Zeit unentschieden, weil auf die erneute Führung Usters Persson mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend (damit schloss er in der internen Skorerliste nach Punkte gar zu seinem Landsmann Galante auf, beide 19 Skorer) auf 3:3 stellen konnte.

Während Uster den Siegtreffer in der Penaltyszene kurz vor dem Ende vergab, nützte der SVWE die zweite Chance in der Verlängerung und holt sich den Sieg doch noch. Im Derby vom kommenden Mittwoch, 3. Dezember 2025, gegen die Tigers Langnau wird eine solche Leistung vor allem punkto Zweikampfverhalten und Balltempo allerdings kaum reichen.

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