Solothurn

    Grenchen SO wählt nach Bundesgerichtsurteil nochmals Stadtpräsidium

    Keystone-SDA Regional
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    Grenchen,

    Die Stimmberechtigten von Grenchen SO wählen am 27. September wieder eine neue Stadtpräsidentin oder einen neuen Stadtpräsidenten. Die vom Bundesgericht abgesetzte vormalige FDP-Amtsinhaberin Susanne Sahli und der Parteilose Elias Vogt kandidieren.

    Wer ins Hôtel de Ville in Grenchen einzieht, wird sich voraussichtlich am 27. September klären.
    Wer ins Hôtel de Ville in Grenchen einzieht, wird sich voraussichtlich am 27. September klären. - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

    Der 30-Jährige ist Eigentümer des Hotels auf dem Chasseral und betreibt ein Büro, das Beratungen erbringt und Projekte durchführt. Er gilt als Windkraftgegner und machte sich in letzter Zeit kantonsweit einen Namen, weil er fast alle Grossprojekte des Kantons bekämpfte.

    Die 55-jährige Sahli arbeitete vor ihrem Amtsantritt als Grenchner Stadtpräsidentin am 1. Januar als Wirtschaftsfördererin von Grenchen und Bettlach. Zuvor gründete und leitete sie eine Beratungsfirma im Bereich Führungs- und Organisationsentwicklung, die in Grenchen tätig ist.

    Die Wahl muss von vorne beginnen

    Dass es nun erneut zu einer Wahl in Grenchen kommt, hat mit einem Gerichtsverfahren zu tun, das schweizweit Beachtung fand: Sahli setzte sich im zweiten Wahlgang im September 2025 mit einem Stimmenunterschied von nur 25 Stimmen gegen den heutigen Vizepräsidenten Patrick Crausaz (GLP) durch. Daraufhin legte Vogt eine Aufsichtsbeschwerde ein.

    Das Solothurner Verwaltungsgericht wies die Beschwerde ab, während das Bundesgericht Vogt Recht gab: Es stellte schwerwiegende Fehler bei der Stimmenauszählung fest, setzte Sahli per sofort ab und beschloss die Wiederholung der Wahl. Crausaz kandidiert nicht mehr für das Stadtpräsidium.

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