Solothurner Parlament sagt Ja zum neuen Bahnhofplatz Olten

Keystone-SDA Regional
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Olten,

Der Solothurner Kantonsrat hat den Verpflichtungskredit für den neuen Bahnhofplatz Olten am Dienstag mit 89 Ja- zu 8 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Damit sprach er 28,5 Millionen Franken für die Erneuerung des national bedeutenden Verkehrsknotens.

Der Bahnhofplatz Olten soll neu gestaltet werden. Der Solothurner Kantonsrat hat dem Verpflichtungskredit zugestimmt. (Archivbild)
Der Bahnhofplatz Olten soll neu gestaltet werden. Der Solothurner Kantonsrat hat dem Verpflichtungskredit zugestimmt. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Dass der Bahnhof Olten eine Infrastruktur von nationaler Bedeutung ist, dieser die Kapazitätsgrenze überschritten hat und Handlungsbedarf besteht, stellte keine der Parteien in Abrede. Trotzdem diskutierte der Rat mehr als eine Stunde über die Vorlage.

«Wir wären dumm, die dringende Investition nicht anzugehen», sagte Urs Huber von der SP. Die Mitte blies ins gleiche Horn: «Wir würden eine Chance verpassen, sagen wir jetzt nein.»

«Es ist eine gut koordinierte und durchdachte Gesamtlösung», ergänzte Markus Dietschi von der FDP. Auch von den Grünen gab es ein klares Ja, wie Janine Eggs ausführte. «Der Bahnhof und die gesamte Umgebung wird attraktiver, die Erreichbarkeit deutlich verbessert.»

Die SVP könne weder ein geschlossenes Nein, noch ein euphorisches Ja abgeben, sagte Stefan Ackermann. Ein Teil seiner Fraktion sei der Ansicht, man könne nicht wieder ganz von vorne beginnen. Ein anderer Teil der Fraktion finde, der Mehrwert eines so teuren Projekts sei zu gering. So etwa Kantonsrat Philippe Ruf, der sich in einem Einzelvotum gegen das Vorhaben aussprach.

Vorhaben kostet total knapp 160 Millionen Franken

Das Vorhaben umfasst gemäss Unterlagen die Neugestaltung des Bahnhofplatzes mit der angrenzenden Kantonsstrasse, ein neues unterirdisches Parkhaus, zwei neue Velostationen, die Verlängerung der einen Personenunterführung mit einer Verbindung zur anderen, den Bau eines zusätzlichen Aarestegs sowie die Aufwertung des Aareraums.

Das Ziel: Das Umsteigen zwischen Fuss-, Velo-, Auto-, Bus- und Bahnverkehr soll einfacher, schneller und sicherer werden. Kostenpunkt: 157 Millionen Franken. Der Anteil des Kantons Solothurn beträgt 41 Millionen Franken. Nach Abzug des Beitrags des Bunds bleiben noch 28,5 Millionen Franken übrig.

Ursprünglich hätte das Solothurner Stimmvolk am 14. Juni über den neuen Bahnhofplatz Olten abstimmen sollen. Doch weil die vorberatende Kommission weitere Abklärungen verlangt hatte, kam es nicht so weit. Aktuell ist die Abstimmung für den 28. Februar 2027 geplant.

Kommentare

User #1613 (nicht angemeldet)

160 millionen für einen platz auf dem sich dann die leute herumtreiben, die für eine unbehagliche stimmung im bereich bahnhof sorgen? Aufwertung falsch gedacht...

User #2710 (nicht angemeldet)

Ein sehr technischer Plan. Das Wichtigste, nämlich der soziale Aspekt, wird weder erwähnt noch erörtert. Die oberste Priorität für Reisende ist die Sicherheit. Diese ist dort wirklich unzureichend. Der Bahnhof Olten und seine unmittelbare Umgebung wirken unheimlich. Viele Drogenabhängige, Obdachlose und verwirrte Menschen. Unsichere, lange, dunkle Gänge. Unsichere Ecken ohne Überblick. Und wenn es ein Problem gibt, ist niemand, aber auch wirklich niemand zu finden, der einem helfen kann. Kein Sicherheitspersonal, kein Informationspersonal. Hier möchte man abends nicht allein sein oder herumlaufen, auch nicht über die lange, stille Brücke in die Stadt. Investieren Sie in Sicherheit und ansprechbares Personal.

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