Solothurner Staatsanwaltschaft bekämpft vermehrt Drogenhandel

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn hat eine erfolgreiche Bilanz im Kampf gegen die Betäubungsmittelkriminalität gezogen. In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei wurden 2025 insgesamt 19 Hanf-Indooranlagen ausgehoben.

Gegen 24 Personen wurden Strafverfahren eingeleitet, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft hervorgeht. Im Rahmen von 30 Hausdurchsuchungen sei Marihuana im geschätzten Wert von bis zu 6,3 Millionen Franken sichergestellt worden.
Neben den Betäubungsmitteln hätten die Behörden zudem Vermögenswerte im Umfang von rund 300'000 Franken beschlagnahmt. Es werde davon ausgegangen, dass diese Gelder mutmasslich aus dem Drogenhandel stammten, heisst es im Jahresbericht. Ebenfalls seien zahlreiche Waffen beschlagnahmt worden.
Bei den harten Drogen konzentrierten sich die Ermittlungen auf die Strukturen des organisierten Handels, wie es weiter heisst. Dabei seien aufwändige Verfahren gegen die Hintermänner geführt worden. Gleichzeitig sei das Ziel verfolgt worden, eine möglichst grosse Zahl von Kurieren festzunehmen.
In den Vorjahren sei der Eindruck entstanden, dass im Kanton Solothurn überdurchschnittlich viele Indooranlagen zur Produktion von THC-reichem Cannabis bestünden, heisst es im Bericht. Auch habe das Verhalten der Verantwortlichen nach der Entdeckung dieser Anlagen die Frage nahegelegt, ob es sich hier um Strukturkriminalität handeln könnte.
Aus diesem Grund hatten eine Polizei-Sonderkommission und der Bereich «organisierte Kriminalität» der Staatsanwaltschaft das Augenmerk zwischen Herbst 2024 und November 2025 systematisch auf dieses Deliktsfeld gerichtet.
Insgesamt nahm die Belastung der Staatsanwaltschaft zu. Einen markanten Anstieg um 27 Prozent gab es bei den Verfahren im Zusammenhang mit der Untersuchung von aussergewöhnlichen Todesfällen. Dieser Anstieg ist laut Staatsanwaltschaft nicht überraschend.
Er stehe weitgehend im Zusammenhang mit den Freitodbegleitungen, welche die Sterbehilfeorganisation Pegasos in Nunningen durchführe. Es gab insgesamt 140 Fälle.




