FC Aarau – Trainer Iacopetta: «Das ist das Auftreten, das ich will!»

Nach dem Cup-Coup gegen den FCZ will der Trainer des FC Aarau, Brunello Iacopetta, dieses Feuer künftig immer sehen. Torschütze Afriyie verzichtete auf Jubel.
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Das Wichtigste in Kürze
- Aarau schlug den FC Zürich im Cup 2:0, Daniel Afriyie traf zweimal gegen seinen Ex-Klub.
- Aarau-Trainer Iacopetta verlangt nach dem Cup-Sieg gegen den FCZ mehr Leidenschaft.
- Captain Thaler mahnt: Die Antwort auf den Cup-Coup muss am Samstag in der Liga kommen.
Der FC Aarau hat den FC Zürich aus dem Schweizer Cup geworfen. Der Challenge-Ligist siegte in der 2. Runde mit 2:0. Der FCZ ist damit der erste Super-League-Vertreter, der in diesem Wettbewerb ausscheidet.
Im ausverkauften Brügglifeld mit 8450 Zuschauern feierten die Aarauer Fans ausgelassen. Nach dem Spiel sprachen Trainer, Torschütze und Captain mit Nau.ch.
Trainer Brunello Iacopetta zeigte sich nach dem Coup zufrieden. Nau.ch-Reporter Mischi Wettstein fragte ihn, warum der FC Aarau nicht immer so auftrete.
Der Coach antwortete: «Das ist eine gute Frage, aber wie ich immer sage, wir sind in einer Entwicklungsphase. Diese braucht Zeit.»
Die jüngste 1:2-Niederlage in der Challenge League in Nyon habe «enorm geschmerzt». Deshalb habe man in dieser Woche «noch einige Schrauben drehen» müssen. Offenbar hat das funktioniert: Gegen den FCZ sei das Team jetzt deutlich anders aufgetreten.
Iacopetta sagt: «Heute war es sicherlich ein anderer Mindset. Es war ein anderes Auftreten und das ist das Auftreten, das ich sehen will.» Gewinnen oder verlieren sei das eine, aber am Wichtigsten sei die Leidenschaft. «Das Feuer muss sichtbar sein und dieses Feuer hat das Team heute über die 90 Minuten gezeigt.»
Afriyie jubelt nicht gegen seinen Ex-Klub
Matchwinner war ausgerechnet der Ex-Zürcher Daniel Afriyie (25) – der Ghanaer erzielte beide Tore, in der 66. und der 81. Minute. Von «Rache» wollte er aber nichts wissen.
«Ich respektiere den Verein sehr – es war einfach ein Spiel», sagt Afriyie. Der FC Aarau sei momentan nicht in der besten Position. Man habe das Spiel unbedingt gewinnen wollen, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen.
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Nach beiden Treffern hob er entschuldigend die Arme in Richtung der FCZ-Fans. Er erklärt: Übertriebener Jubel wäre für ihn respektlos gewesen. Die Zürcher Fans hätten ihn immer sehr gut behandelt.
«Nicht zu feiern war schon immer in meinen Gedanken, da ich Respekt zeigen wollte», sagt er.
Thaler: «Heute dürfen wir feiern»
Auch Captain Marco Thaler sprach von einer starken Teamleistung. Sie sei «bemerkenswert» gewesen, sagte er. Nach dem Freitagsspiel in Nyon habe die Mannschaft viel gezweifelt und hinterfragt.
Umso mehr freue es ihn, dass das Team gegen den FCZ die richtige Mentalität aufs Feld gebracht habe. «Das ist nicht selbstverständlich und macht mich enorm stolz.»
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Der Cup sei aber ein anderer Wettbewerb, mahnte Thaler auch. Die Antwort müsse am Samstag in der Liga kommen. Man müsse kritisch mit sich bleiben und sich fragen, warum nicht immer solche Leistungen möglich seien.
Heute aber gelte: «Wir dürfen feiern, wir haben wirklich eine geile Leistung gezeigt.»
So geht es für den FC Aarau weiter
Für den FC Aarau geht es kommenden Samstag zuhause gegen Étoile Carouge weiter. Eine Woche später gastiert die Iacopetta-Elf dann in Neuenburg bei Xamax. Der Gegner im Cup-Achtelfinal steht ebenfalls bereits fest: Der FCA gastiert bei Promotion-Ligist Brühl.












