Flamingos im Aargau sind wohl falsch abgebogen

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Fricktal,

Rund 20 Flamingos sind am Klingnauer Stausee im Aargau zu sehen. Experten sprechen von einer spektakulären Seltenheit.

junger Flamingo
Im Aargau können aktuell am Klingnauer Stausee junge Flamingos beobachtet werden. - Instagram/@BirdLife

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Aargau können aktuell rund 20 junge Flamingos beobachtet werden.
  • Sie stammen vermutlich aus Frankreich und haben sich verflogen.
  • Doch augenscheinlich scheinen sie sich am Klingnauer Stausee im Aargau wohl zu fühlen.

Für Vogelliebhaber ist es ein aussergewöhnlicher Anblick. Wie das «SRF» berichtet, halten sich derzeit junge Rosaflamingos am Klingnauer Stausee auf.

Die Sichtung ist kein alltägliches Ereignis. Ornithologen schreiben in einer Mitteilung über die Beobachtung als «spektakuläre Seltenheit».

Vom Genfersee in den Aargau

In der Vorwoche wurden 34 bis 40 Flamingos am Genfersee gezählt. Dies sei die zweithöchste Zahl der in der Schweiz gesichteten rosafarbenen Vögel.

Beobachtest du gerne Vögel?

Vogelkenner Heinz Zumbühl deutet an, dass die Tiere aus Frankreich stammen könnten. «Gut möglich, dass die Tiere aus der Camargue (F) stammen», sagt er gegenüber dem «SRF».

Ein Zwischenhalt voller Fragen

Nur ein Teil des Trupps zog weiter ins Aargau. «Etwa die Hälfte, rund 20 Individuen, wurden am Klingnauer Stausee im Aargau gesichtet», berichtet der Ornithologen-Club 300.

Die Jungtiere sind noch nicht rosa gefärbt, wie die erwachsenen Vögel. Am Meer ernähren sie sich von Salzkrebsen, erklärt Birdlife Schweiz.

Jungtiere sind wohl falsch abgebogen

Hier in der Schweiz besteht ihr Speiseplan mehrheitlich aus Wasserinsekten. Stefan Greif von Birdlife hält den Aufenthalt für einen Irrflug.

junger Flamingo
Junge Flamingos haben noch kein rosafarbenes Gefieder, wie ihre Elterntiere. (Archivbild) - keystone

«Die Jungtiere sind in der Camargue (F) als Trupp losgeflogen, ein paar sind dann wohl falsch abgebogen», sagt er.

Ihr eigentliches Ziel ist wahrscheinlich weiter südlich gelegen. Dass junge Flamingos auch andere Regionen erkunden, sei normal, ergänzt Birdlife.

Morgen schon verschwunden?

«Den Flamingos scheint es am Klingnauer Stausee gutzugehen», so Greif. Sie finden genügend Nahrung.

Flamingos
Experten von BirdLife gehen davon aus, dass die Flamingos aus Frankreich stammen und aktuell die Gegend erkunden. (Symbolbild) - keystone

Wie lange das einmalige Naturschauspiel anhält, ist allerdings offen. Es könne jeden Tag vorbei sein, sagt Greif weiter.

Die letzte Sichtung von Flamingos in der Schweiz liegt Jahre zurück. Zuletzt konnte man sie 2015 am Bodensee und 2011 am Flachsee im Aargau beobachten.

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