Hacker greifen Verkehrsbetriebe der Region Baden AG an

Diverse Hacker attackieren die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen und versuchen, das Unternehmen zu erpressen.

Hacker haben die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen angegriffen – und sie in der Folge erpressen wollen. Der «Cybervorfall» sei rasch erkannt und eingedämmt worden, teilte das Aargauer Unternehmen mit.
Am 21. März seien «auffällige Aktivitäten in der IT-Infrastruktur festgestellt» worden, heisst es in der Medienmitteilung. Daraufhin seien die Computer zwar isoliert und alle externen Verbindungen gekappt worden, doch die Hacker hätten einige Daten verschlüsseln können.
Die Angreifer drohten gemäss Mitteilung mit der Veröffentlichung der Daten und stellten eine Lösegeldforderung – letzteres auch über einen telefonischen Kontakt.
Keine Zugeständnisse an Cyberkriminelle
Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettinger (RVBW) gingen darauf nicht ein. Es seien keine Kunden- oder Abodaten betroffen, diese würden nicht auf RVBW-Systeme gespeichert, heisst es in der Mitteilung.
Es hätten zwar an einigen Haltestellen die digital Anzeigen vorübergehend nicht funktioniert und es sei im Büro-und Leitstellenbetrieb zu Systemeinschränkungen gekommen. Doch weder Fahrbetrieb noch Ticketverkauf seien vom Angriff tangiert gewesen.
Verstärkte Sicherheitsmassnahmen geplant
Die RVBW untersuchen ihn nun gemeinsam mit Fachstellen. Sie wollen ihre Sicherheitsmassnahmen verstärken und stehen dazu auch im Austausch mit der Bundeskriminalpolizei. Klar ist für sie auch: «Wir lehnen jegliche Form von Erpressung kategorisch ab».
Über den Cyberangriff berichteten zuvor auch «Inside-IT» und das «Badener Tagblatt».