Park+Rail-Angebot in Lenzburg wird radikal gestutzt!

Adrian Oberer
Adrian Oberer

Lenzburg,

In Lenzburg wird das Park+Rail-Angebot stark reduziert. Statt 265 Plätzen bleiben künftig nur noch 50.

Bahnhof Lenzburg verliert einen Grossteil der Park+Rail-Plätze
Eine Visualisierung aus dem Richtprojekt zeigt, dass der neue Busbahnhof die erweiterte Publikumsanlage grosse Teile des heutigen P+Rail-Areals einnehmen wird. - zVg

Mit der Neugestaltung des Bahnhofs wird das Park+Rail-Angebot deutlich kleiner: Statt heute 265 sollen künftig noch 50 Parkplätze zur Verfügung stehen, wie die Stadt Lenzburg in einer Medienmitteilung schreibt. Bereits mit dem geplanten Baustart im September fällt das heutige Park+Rail-Areal weg.

Gleichzeitig werden die Parkplätze vor der Post dem Provisorium des Busbahnhofs weichen müssen. Die 50 künftigen Park+Rail-Plätze sind im Soderareal an der Murackerstrasse vorgesehen. Sie sollen im bestehenden dritten Untergeschoss untergebracht werden.

Weitere 27 Plätze sind für den Eigenbedarf der SBB bestimmt. Gleichzeitig soll dafür das Angebot für den Langsamverkehr, insbesondere Velos, am Bahnhof ausgebaut werden. Grund für die starke Reduktion ist der Platzbedarf der geplanten Bahnhofsanlage, heisst es in der Mitteilung.

Der Ausbau der Bahnanlagen, der neue Bushof und das neue Aufnahmegebäude beanspruchen grosse Teile des heutigen Park+Rail-Areals. Das bestehende Angebot von 265 Plätzen könne deshalb nicht im bisherigen Umfang weitergeführt werden.

Tiefgarage wäre zu teuer

Eine frühere Projektvariante sah unter dem neuen Bushof eine Tiefgarage mit 90 Park+Rail- und acht Mobility-Plätzen vor. Die Projektpartner hätten diese Lösung wegen des hohen baulichen Aufwands, der Kosten und der verkehrlichen Auswirkungen verworfen.

Laut Stadt hätten allein die Park+Rail-Plätze Realisierungskosten von mehr als 140'000 Franken pro Platz verursacht. Der Stadtrat schliesse eine Finanzierung mit Steuergeldern aus.

Sollte es am Bahnhof mehr als die geplanten 50 Park+Rail-Plätze geben?

Ein Parkhaus bleibt jedoch Bestandteil des Gestaltungsplans und könnte grundsätzlich von Dritten realisiert werden. Auch während der Bauzeit müssen Autofahrer auf Alternativen ausweichen.

Sobald die Arbeiten beginnen, stehen auf dem bisherigen Park+Rail-Areal keine Plätze mehr zur Verfügung. Parkmöglichkeiten gibt es laut Stadt im Murackerparkhaus sowie beim privaten Angebot «Gleis 2» am Niederlenzer Kirchweg.

Für Kurzzeitparkierende stehen zudem sechs oberirdische Plätze entlang der Murackerstrasse und 29 Plätze im ersten Untergeschoss des Murackerparkhauses zur Verfügung.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in den «Lenzburger Nachrichten» erschienen.

Kommentare

User #6429 (nicht angemeldet)

Haben die Architekten schon einmal etwas von Baggern gehöhrt mit denen kann man in die Tiefe Graben und so ein unterirdisches Parkhaus bauen, dieser Vorschlag kommt von einem nicht Studierten.

User #2668 (nicht angemeldet)

Die politiker nehmen dir alles und geben die nichtsz.

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