Schloss Brestenberg in Seengen AG ist auf dem Weg in eine Zukunft

Das Schloss Brestenberg in Seengen AG am Hallwilersee soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Die Eigentümer haben die Baueingabe für den geplanten Zugang zu den unterirdischen Hallen im Brestenberg eingereicht. Die Rede ist von einem «wichtigen Meilenstein».

Die Eingabe sei auch ein «erster baulicher Schritt hin zu einer Zukunft für Brestenberg», teilten die Promotoren am Montag mit. Dies sind die Terresta Immobilien- und Verwaltungs AG sowie die Besitzerstiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Sie haben ihren Sitz in Winterthur ZH.
Geplant ist am südlichen Ende des Grundstücks ein Lifthäuschen, das den Waren- und Personalverkehr für die unterirdischen Hallen sicherstellen soll, wie es in der Medienmitteilung heisst. Zudem seien eine Zufahrt direkt von der Brestenbergstrasse her, Grundausbauten im Innern sowie begleitende Massnahmen im Aussenraum vorgesehen.
Die Pläne seien mit der Gemeinde Seengen und Verbänden wie Pro Natura oder dem Landschaftsschutzverband Hallwilersee abgesprochen, hiess es. Wenn es grünes Licht der Behörden gibt, sollen die Arbeiten frühestens Ende 2026 starten und bis frühestens Anfang 2028 dauern.
Seit dem Baustopp 1992 befinden sich die grossen Hallen unter dem Schloss Brestenberg im Rohbau. Sie sind laut den Promotoren noch immer in einem guten Zustand. Damit sie jedoch genutzt werden könnten, brauche es einen Zugang zu allen Stockwerken.
Daher solle zunächst die Erschliessung Süd gebaut werden. Danach folgten Grundausbauten im Inneren der Hallen. Als dritter Schritt ist die Erschliessung Süd vorgesehen. Für all diese Massnahmen rechnen die Promotoren mit Gesamtkosten von rund sieben Millionen Franken.
Vorangetrieben werden soll eine Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) für die Sondernutzungszone Brestenberg westlich der Kantonsstrasse. Damit solle die gewerbliche Nutzung der unterirdischen Hallen ermöglicht werden, hiess es. Dies sei eine Voraussetzung, um die Anlage verlustfrei betreiben zu können.
Die Gemeinde Seengen habe den Vorschlag geprüft. Dieser werde nun mit dem Regionalplanungsverband Lebensraum Lenzburg Seetal sowie dem Kanton Aargau abgestimmt, bevor er zur Mitwirkung für Interessierte öffentlich aufgelegt werde, hiess es weiter.





