So wehrt sich Aargauer Gemeinde gegen Abfallgrüsel

Ein Schmutzfink treibt in Stein AG sein Unwesen. Seit Wochen wird an einem öffentlichen Abfalleimer Hausmüll deponiert. Jetzt greift die Gemeinde durch.

Das Wichtigste in Kürze
- Wer entsorgt seinen Abfall illegal einfach bei einem öffentlichen Mülleimer?
- Diese Frage stellt sich die Gemeinde Stein im Kanton Aargau.
- Dabei greift sie zu radikalen Mitteln: Wer Hinweise liefert, bekommt 500 Franken.
Persönlicher Haushaltsmüll hat in einem öffentlichen Abfalleimer nichts zu suchen. Dies scheint jedoch jemandem in Stein AG nicht ganz klar zu sein.
Denn dort stossen Gemeindemitarbeitende immer wieder auf illegal deponierten Kehricht.
Die Gemeinde hat von diesem Verhalten jetzt genug – und setzt dabei auf eine ungewöhnliche Methode: Ein «Kopfgeld» in Höhe von 500 Franken wurde auf den Abfallsünder ausgesetzt.

«Seit Längerem wird beim öffentlichen Abfalleimer an der Einmündung des Wasserwerkwegs in die Bäumliackerstrasse wiederholt Hausmüll in Taschen und Plastiksäcken deponiert», schreibt die Gemeinde dazu auf ihrer Webseite.
Gemeindeschreiber Sascha Roth sagt gegenüber «TeleM1»: «Das ist einfach nicht akzeptabel.» Im Dorf gibt es gemäss dem Sender Zustimmung für die Massnahme, aber auch Skepsis.
Ist die Gemeinde diesmal erfolgreich?
Es ist nicht das erste Mal, dass Stein zu diesem Mittel greift. Als Vandalen vor einigen Jahren das Gemeindehaus mit Eiern besudelten, lockte man ebenso mit einer Belohnung.
Laut «TeleM1» blieb die Suche damals aber erfolglos. Gemeindeschreiber Roth betont im aktuellen Fall, dass das Geld erst bei einer rechtskräftigen Verurteilung ausgezahlt werde.
Noch gibt es keine Hinweise.






