Solothurn: Markierungen statt Tempolimit im Kampf gegen Raser

Auf der Strecke zwischen Dornach und Gempen gibt es immer wieder Unfälle. Nun reagiert der Kanton Solothurn mit neuen Markierungen – aber keinem Tempolimit.

Die Bergstrecke zwischen Dornach und Gempen im Kanton Solothurn wird von vielen Rad-, Töff- sowie Autofahrerinnen und -fahrer genutzt.
Die Strecke ist jedoch problematisch: Es gibt viele unübersichtliche sowie enge Kurven und das Tempo ist hoch. Auch Raserinnen und Raser sind auf der Strecke unterwegs. Es kommt daher immer wieder zu schweren Unfällen.
Deshalb handelt der Kanton Solothurn nun und setzt Massnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit um. Im Mai und Juni finden umfangreiche Arbeiten auf der Strecke statt.
«Die Massnahmen beinhalten insbesondere neue Mittel- und Randleitlinien, Kurvenleitpfeile sowie Gefahrensignale», schreibt der Kanton Solothurn. «Sie bewirken eine präzisere Verkehrsführung und ermöglichen eine frühzeitigere Gefahrenerkennung.»
«Kein Tempoproblem»
Damit zieht der Kanton Solothurn neue Markierungen und Signale einer Temporeduktion vor. Das sorgt für Diskussionen. Denn aus diversen Kreisen wird immer wieder gefordert, das Tempo auf der Strecke von 80 auf 60 km/h zu senken.
Laut dem Kanton Solothurn würden Messungen jedoch zeigen, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke zwischen 60 und 65 km/h liegt.

«Wir haben per se kein Tempoproblem auf dieser Strecke. Wir haben ein Problem mit Einzelmasken, die das Tempo massiv überschreiten», stellt Michael Suter, Abteilungsleiter Strassenbau, gegenüber SRF klar.
Ein tieferes Tempolimit würde bei Raserinnen und Raser laut Suter wenig bringen: «Die werden wir nur mit mehr Polizeikontrollen in den Griff bekommen.»





