Lenzburg

    SVP-Glarner wegen illegaler Blitzer-Warnung gebüsst

    Dina Müller
    Dina Müller

    Mutschellen-Reusstal-Kelleramt,

    Ende 2024 entrüstet sich SVP-Nationalrat Andreas Glarner auf X wegen eines Blitzers in Berikon AG. Dafür ist der Aargauer nun verurteilt worden.

    Andreas Glarner Blitzer Urteil
    SVP-Nationalrat Andreas Glarner wurde wegen einer Warnung vor einem Blitzer verurteilt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Andreas Glarner muss eine Busse zahlen für eine illegale Blitzer-Warnung.
    • Er hatte letztes Jahr ein Foto eines Blitzers auf Social Media geteilt.
    • Das kostet ihn nun 700 Franken.

    Jeder Autofahrer hat sich wohl schon über einen Blitzer geärgert – und gleich dem Mann, der Freundin oder Kollegen davon erzählt. Schliesslich sollen die Liebsten nicht auch noch in die gleiche Falle tappen. Strafrechtlich ist das erlaubt.

    Nicht erlaubt ist allerdings das Weitererzählen von Blitzer-Standorten an eine grössere Anzahl von Leuten. Der Richtwert liegt bei 50 Personen.

    Eine Grenze, die SVP-Nationalrat Andreas Glarner auf X wohl um ein vielfaches übertrifft. Er hatte sich nämlich vergangenen Dezember in einem Post über einen Blitzer der Regionalpolizei Bremgarten beschwert. Nun gibt es Konsequenzen, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

    «Abzocke pur»

    «Abzocke pur in Berikon ... unsere Regionalpolizei hat wohl das Budget noch nicht ganz erfüllt ...», wetterte Andreas Glarner an einem Samstagmorgen auf X.

    Sein Problem: der Standort des Blitzers in Berikon. Dieser stand nämlich «natürlich nicht etwa beim Schulhaus – nein, am Ende des Dorfes, knapp vor dem Ende der 50er-Zone».

    Dem Post fügte Glarner zwei Beweisfotos der Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an.

    Andreas Glarner muss insgesamt 700 Franken bezahlen

    Rund 23'000-mal wurde Glarners Post angezeigt. Fast 700 Personen haben ihn geliked.

    Findest du das Urteil gegen Glarner gerechtfertigt?

    Damit macht sich der SVPler wegen öffentlicher Warnung vor Verkehrskontrollen strafbar.

    Von der Staatsanwaltschaft wurde er zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. Zusätzlich muss er eine Strafbefehlsgebühr von 400 Franken hinblättern.

    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    In Deutschland ist die Blitzerwarnung erlaubt und sogar Radiostationen fordern dazu auf, ihnen zur Veröffentlichung die entsprechenden mobilen Standorte zu melden.

    User #4764 (nicht angemeldet)

    Der Typ soll sich doch endlich aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

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