Aarau

    «Katastrophe»: Regierungsrat forderte schon 2022 Glarner-Rücktritt

    Yannick Stay
    Yannick Stay

    Aarau,

    Zuletzt keimten Spekulationen auf, dass Andreas Glarner als Präsident der SVP Aargau zurücktreten könnte. Doch schon vor zwei Jahren gab es prominente Kritik.

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    Jean-Pierre Gallati und Andreas Glarner sind sich nicht immer einer Meinung. - Nau Grafik / keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Regierungsrat Jean-Pierre Gallati forderte schon 2022 den Rücktritt von Andreas Glarner.
    • Gallati befürchtete eine «Katastrophe», sollte der Präsident der SVP Aargau weitermachen.
    • Dies zeigt ein internes Parteiprotokoll.

    Geht er – oder geht er nicht?

    Diese Frage sorgte im November für mächtig Wirbel. Auslöser waren Recherchen des «Blick», die offenlegten, dass Nationalrat Andreas Glarner als SVP-Aargau-Präsident seinen Hut nehmen würde.

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    Immer wieder sorgt SVP-Politiker Andreas Glarner mit kontroversen Aussagen für Wirbel. - keystone

    Glarner selbst dementierte den Bericht zunächst mit einem Post auf «X». Ende des Monats sagte der umstrittene Politiker dann der «Aargauer Zeitung», dass er das Amt gerne behalten würde.

    Regierungsrat forderte Glarner-Aus intern schon 2022

    Grund für den ursprünglich angedachten Rücktritt war laut «Blick» parteiinterner Druck. Der 62-Jährige provoziert immer wieder mit fragwürdigen öffentlichen Aussagen und Posts auf Social Media.

    Wie die «AZ» nun berichtet, gibt es diese Kritik aus dem eigenen Lager schon seit langem. Ein internes Parteiprotokoll aus dem August vor zwei Jahren zeigt: SVP-Regierungsrat Jean-Pierre Gallati riet Glarner bereits im April 2022 zum Rücktritt.

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    Jean-Pierre Gallati (rechts) ist Aargauer Regierungsrat. - keystone

    «JPG (Jean-Pierre Gallati) befürchtet für die SVP Aargau eine Katastrophe für das Wahljahr 2023», steht in dem Dokument. Ebenso schliesse Gallati demnach auch aus, dass Glarner «sich ändern» würde.

    Der Regierungsrat bestätigt gegenüber der «AZ» die Echtheit der Aussagen. Weiter wolle er sich dazu jedoch nicht äussern. Er sei lediglich im Gespräch mit dem Parteipräsidenten. Auch dieser wolle das Dokument nicht kommentieren.

    Gallati lag mit Prognose falsch

    Fest steht: Mit seinen Befürchtungen irrte sich Gallati stark. Die SVP Aargau gewann bei den Nationalratswahlen 2023 einen Sitz hinzu mit einem Wähleranteil von 35,5 Prozent. Bei den kantonalen Grossratswahlen im vergangenen Oktober gewann die Partei fünf zusätzliche Mandate.

    Sollte Andreas Glarner, Präsident der SVP Aargau, zurücktreten?

    Dass Andreas Glarner und Jean-Pierre Gallati nicht immer einer Meinung sind, ist bereits bekannt. Kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges bezeichnete der Regierungsrat seinen Partei-Präsidenten als «Putin-Verehrer».

    Glarner hatte zuvor bei einer Partei-Sitzung dem Westen massgebliche Schuld an der Eskalation des Konfliktes zugesprochen.

    Kommentare

    User #3620 (nicht angemeldet)

    Ist der Galatti schon zurückgetreten ? Wenn nein warum nicht.

    User #1139 (nicht angemeldet)

    Der Maulwurf ist ein Tier und das sollte nicht geworfen werden. Tierschutz.

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