Solothurner Wirtschaft blickt optimistischer auf das Jahr 2026

Die Solothurner Wirtschaft geht mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2026. Die Unternehmen beurteilen die Aussichten im aktuellen Wirtschaftsbarometer der Solothurner Handelskammer und des kantonalen KMU- und Gewerbeverbandes etwas positiver als im vergangenen Herbst.

Der Barometer-Index für das Gesamtjahr 2026 liegt nun bei 22 Punkten, nachdem er im Oktober noch bei 15 Punkten gestanden hatte, wie dem am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsbarometer zu entnehmen ist.
«Die Solothurner Wirtschaft nimmt zwar noch nicht so richtig Fahrt auf», heisst es in der Publikation. Sie äussere sich aber positiver und zeige sich verhalten optimistisch.
Getragen wird dieser Ausblick vor allem vom Dienstleistungssektor und vom Baugewerbe. Letzteres profitiert gemäss Solothurner Wirtschaftsbarometer von tieferen Zinsen und einem anhaltenden Investitionsbedarf im Wohnungs- und Infrastrukturbau.
Deutlich zurückhaltender bleiben die Erwartungen in der Industrie, die weiterhin unter der schwachen Auslandnachfrage, dem starken Franken und den geopolitischen Unsicherheiten leidet.
Die befragten Betriebe gaben an, dass der Personalbestand im laufenden Jahr leicht ansteigen dürfte. «Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage sind die Solothurner Unternehmen zwar weiterhin zurückhaltend, wenn es um Neuanstellungen geht, dennoch dürften nach zwei bescheidenen Jahren auch wieder neue Stellen geschaffen werden.»
Rückblickend zeigt sich zudem, dass sich die Wirtschaftslage im Schlussquartal 2025 deutlich besser entwickelte, als dies die Unternehmen im Oktober noch befürchtet hatten.
Statt der damals erwarteten fünf Punkte erreichte der Indexwert 20 Punkte. Besonders der Dienstleistungssektor schnitt klar besser ab als angenommen. Diese überraschend robuste Entwicklung zum Jahresende trägt dazu bei, dass die Unternehmen den Start ins neue Jahr etwas zuversichtlicher beurteilen.
Die Handelskammer und der KMU- und Gewerbeverband führen ihre Konjunktur-Umfrage zum Wirtschaftsbarometer seit 2021 jeweils zu Quartalsbeginn durch. Bei der aktuellen Umfrage haben knapp 200 Unternehmen teilgenommen.





