Erste Aargauer Titel für Ivanovic und Jauch

Tennisverband Aargau
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Aarau,

Iva Ivanovic und Jan Jauch gewinnen an den Aargauer Meisterschaften in Aarau erstmals die Hauptkategorie. Jauch setzt sich nach fast sechs Stunden durch.

Tennis Jan Jauch
Jan Jauch gewinnt den Titel bei den Männern. - Fabio Baranzini

Wie der Tennisverband Aargau mitteilt, haben an den kantonalen Titelkämpfen der Aktiven in Aarau Iva Ivanovic und Jan Jauch ihre ersten Titel in der Hauptkategorie gewonnen. Jauch musste dafür am Finaltag fast sechs Stunden bei grösster Hitze kämpfen.

Im Finalspiel der Frauen kam es zum aus Aargauer Sicht erhofften Duell zwischen den beiden top gesetzten Spielerinnen aus dem Aargau: Sophie Lüscher (N3, 38, Seengen) und Iva Ivanovic (N3, 39, Döttingen). Dieses Kräftemessen war nicht nur ein innerkantonales Duell, sondern zugleich auch ein Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Spielstile.

Auf der einen Seite die grossgewachsene Iva Ivanovic, die mit ihrem Powertennis die Gegnerinnen konstant unter Druck setzt, und auf der anderen Seite Sophie Lüscher, die einen sehr variablen Spielstil pflegt und so versucht, ihr Gegenüber aus der Komfortzone zu bringen.

Mit Selbstvertrauen gespielt

Im Finalspiel war es Iva Ivanovic, die genau wie Lüscher ohne Satzverlust ins Endspiel eingezogen war, die es schaffte, ihr Spiel besser zu entfalten, auch wenn sie am Anfang noch etwas Mühe bekundete.

«Sophie war besser ins Match gestartete. Entscheidend war, dass ich mein Spiel dennoch durchgezogen und weitergekämpft habe, bis es funktioniert hat», so Ivanovic, die den ersten Satz mit 7:6 für sich entschied. In der Folge war sie dann die klar bessere Spielerin. «Ich fühlte mich richtig gut auf dem Platz und konnte das Spiel dominieren.»

Den zweiten Satz gewann sie mit 6:1 und sicherte sich damit nach mehreren kantonalen Titelgewinnen bei den Juniorinnen den ersten Titel bei den Aktiven. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier und ich konnte mit viel Selbstvertrauen spielen», freut sich Ivanovic.

Sie wird nun Anfang Juli ihre letzten Junioren Schweizer Meisterschaften bestreiten und dann versuchen, auf der WTA-Tour weitere Punkte zu sammeln. Ihr Ziel ist es, bis Ende des Jahres unter den Top 800 der Welt zu stehen und zum ersten Mal eine N2-Klassierung zu erreichen.

Carron profitiert von Forfait und fordert Jauch im Final

Im Final der Männer kam es zum Kräftemessen zwischen Jan Jauch (N4, 122) vom TC Zofingen und Jules Carron (N4, 149). Das Spezielle daran: Carron hatte sein Halbfinalspiel gegen Christian Kühne (R1) in zwei Sätzen verloren, erbte aber den Finalplatz von Kühne, da dieser am Finaltag nicht anwesend sein konnte.

Diese unerwartete zweite Chance wusste Carron zu nutzen. Im finalen Duell um den Titel gegen Jan Jauch war er anfänglich der frischere Spieler, denn Jauch hatte sein Halbfinalspiel im Gegensatz zu Carron nicht bereits im Verlauf der Woche bestritten, sondern nur wenige Stunden vor dem Endspiel. Bei der grossen Hitze von weit über 35 Grad ein nicht unerheblicher Vorteil.

Fast sechs Stunden Tennis

Carron und Jauch – beides grundsolide Spieler, die sich auf Sandplätzen wohlfühlen – lieferten sich trotz der Hitze viele lange Grundlinienduelle. Carron war dabei der etwas mutigere Spieler und suchte etwas öfter die Offensive. Ein kleiner Unterschied, der sich bezahlt machen sollte. Der erste Satz ging nach ziemlich genau einer Stunde mit 6:4 an Carron.

Doch den Schwung des Satzgewinns konnte er nicht mitnehmen. Es war Jauch, der besser in die Partie fand, während Carron deutlich mehr Fehler beging. Sein Aufbäumen zum Ende des Satzes – er holte einen 2:5 Rückstand auf – brauchte keinen Erfolg.

Jauch gewann Satz zwei mit 7:5 und so musste das Champions Tie Break die Titelentscheidung bringen. Und dort war Jauch dann plötzlich der klar aktivere Spieler, der den Weg ans Netz suchte und die Punkte dominierte. So sicherte er sich verdientermassen und nach fast sechs Stunden Tennis an diesem Finaltag den Aargauer Meistertitel.

«Am Anfang war meine Frusttolerenz etwas tiefer und ich ärgerte mich zu sehr über meine Fehler. Als ich den Fight dann richtig angenommen hatte, konnte ich meinen Gameplan umsetzen und konnte offensiver agieren. Das war der Schlüssel», sagte Jan Jauch direkt nach der Partie.

Positives Fazit

In der R4/R6 Kategorie der Männer hätte es im Finalspiel zum Aufeinandertreffen zwischen David Bürgler (R4, TC Wettingen) und Jonas Marending (R4, TC Frick) kommen sollen. Konjunktiv deshalb, weil Marending zu dieser Partie nicht antreten konnte und Bürgler so kampflos zum Titelgewinn kam.

Bei den Frauen schwang in dieser Kategorie Jelena Simic (R5, TC Brugg) obenaus. Sie schlug im Final Mariana Pinzon (R5, TC Wettingen) klar in zwei Sätzen mit 6:2, 6:1. In der Stärkeklasse R7/R9 konnten sich Pascal Henzer (R7, TC Zofingen) und Zara Huber (R7, TC Wettingen) in die Siegerliste eintragen lassen.

Die Organisatoren zogen nach dem Turnier ein positives Fazit. «Wir hatten trotz der grossen Hitze keine Zwischenfälle und haben viel tolle Matches gesehen. Wir hatten uns etwas mehr Zuschauer erhofft, aber die Hitze hat uns da nicht in die Karten gespielt. Trotzdem war es insgesamt ein super Turnier mit einer tollen Unterstützung durch unsere Sponsoren», so OK-Präsident Olivier Meyer.

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