Modulares Schulhaus soll Platzmangel an Gysimatte lösen

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Aarau,

Die Gemeinde Buchs will die Schulanlage Gysimatte erweitern. Ein neues Systemschulhaus sowie die Erneuerung der alten Turnhalle stehen zur Debatte.

Das Schulhaus in Buchs im Kanton Aargau.
Das Schulhaus in Buchs im Kanton Aargau. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Gemeinde Buchs AG mitteilt, herrscht auf der Schulanlage Gysimatte Platzmangel. Die Bauten aus den 1950er Jahren sind zudem sanierungsbedürftig. Die Gemeinde Buchs hat deshalb eine Schulraumstrategie erarbeitet, die eine etappierte Erweiterung und Sanierung der Schulanlage vorsieht.

Nun werden die Projektierungskredite für ein neues Schulhaus sowie für die Sanierung und Umnutzung der Turnhalle Gysimatte dem Einwohnerrat vorgelegt.

Aufgrund steigender Schülerzahlen an der Primarschule Gysimatte hat die Kreisschule Aarau-Buchs bei der Gemeinde Buchs zusätzlichen Schulraum bestellt. Nach einer Analyse des Ist-Zustands hat der Gemeinderat eine Schulraumstrategie erarbeitet. Diese umfasst sechs Teilprojekte, welche etappenweise realisiert werden sollen.

Primarschule soll unter einem Dach vereint werden

In einem ersten Schritt ist vorgesehen, ein neues Schulhaus zu erstellen. Darin sollen sämtliche Primarschulklassen, inklusive Gruppen- und Spezialräume vereint werden – die Provisorien haben ausgedient.

Gleichzeitig soll die stark sanierungsbedürftige Turnhalle erneuert und teilweise für den Instrumentalunterricht der Musikschule umgenutzt werden. Am 23. Juni 2026 diskutiert der Einwohnerrat über die beiden Projektierungskredite für diese erste Etappe.

Ein flexibles Schulhaus aus vordefinierten Bausteinen

Ein erster Projektierungskredit umfasst den Neubau eines modular aufgebauten Systemschulhauses nördlich der bestehenden beiden Schulhäuser. Das Systemschulhaus ist ein kosteneffizientes und flexibles Konzept.

Es besteht aus vordefinierten Bausteinen, die modular entsprechend den Bedürfnissen der Primarschule kombiniert werden können. In einer Machbarkeitsstudie wurde aufgezeigt, wie das neue Schulhaus optimal in die zur Verfügung stehende Freifläche eingefügt werden kann.

Vorgesehen sind ein dreigeschossiger Punktbau, welcher sich in Höhe und Gebäudeflucht auf den benachbarten Trakt 2 bezieht sowie ein viergeschossiger Längsbau, welcher die Strassenflucht der Gysistrasse aufnimmt. Der Aussenraum ist entlang einer Verbindungsachse konzipiert, welche den Platz beim Gemeindehaus mit dem Freiraum beim Spielplatz Gysimatte verbindet.

Systemschulhaus kann modular erweitert werden

Sollte es während des Planungsverlaufs aufgrund weniger stark steigender Schülerzahlen zu einer Anpassung der notwendigen Betriebsgrösse kommen, kann das Systemschulhaus aufgrund der Modularität in der weiteren Planung flexibel auf eine entsprechende Reduktion reagieren. Falls später die Schülerzahlen doch wieder ansteigen, kann das Systemschulhaus um die entsprechenden Schulraumeinheiten erweitert werden.

Der vorliegende Projektierungskredit in der Höhe von 985'000 Franken beinhaltet die Kosten für die Erarbeitung eines fertigen Bauprojekts auf Grundlage der Bausteine des Systemschulhauses, sowie die Durchführung einer Ausschreibung für die bestgeeignete Totalunternehmung, welche das Schulhaus realisieren soll.

Neue Räumlichkeiten für den Musikunterricht

Der zweite Projektierungskredit umfasst die Sanierung und teilweise Umnutzung der Turnhalle Gysimatte. Das Turnhallengebäude stammt aus dem Jahr 1959. Es wurde nie umfassend saniert; entsprechend hoch ist der Sanierungsbedarf.

Im Rahmen verschiedener Abklärungen zeigte sich, dass eine Sanierung und Umnutzung der Nebenräume für den Instrumentalunterricht voraussichtlich die wirtschaftlichste Lösung darstellen. Die geräuschintensiven Nutzungen von Musik und Turnen lassen sich im Betrieb gut miteinander vereinbaren.

Um den effektiven Sanierungsbedarf genauer zu bestimmen, ist ein Bauprojekt mit Detailstudien und Kostenvoranschlag zu erstellen. Qualifizierte Teams mit nachgewiesener Erfahrung im Bereich der Sanierung öffentlicher Gebäude können sich in einer öffentlichen Ausschreibung für diese Aufgabe bewerben und ein Honorarangebot einreichen.

Für die Durchführung des Verfahrens mit anschliessender Projektierung beantragt der Gemeinderat beim Einwohnerrat einen Projektierungskredit im Umfang von 570'000 Franken.

Stimmberechtigte haben das letzte Wort

Nach Abschluss der Projektierungsarbeiten werden beide Bauprojekte wiederum dem Einwohnerrat unterbreitet. Beide Vorlagen bedürfen danach zusätzlich der Zustimmung durch die Stimmberechtigten von Buchs. Werden sie angenommen, können sowohl das neue Systemschulhaus wie auch die Sanierung und Umnutzung der alten Turnhalle bis Ende 2030 realisiert werden.

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