Wettingen AG: Tempo 30 auf Schartenstrasse soll dauerhaft kommen

Gemeinde Wettingen
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Baden,

Der Testbetrieb auf Schartenstrasse und Märzengasse in Wettingen AG hat den Schleichverkehr stark reduziert. Zwei Drittel fahren wieder via Kantonsstrassen.

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Wettingen AG: Das Schulhaus in Wettingen (Symbolbild) - Nau.ch / jpix.ch

Am 15. September 2025 wurde ein einjähriger Testbetrieb von Tempo 30 auf den verkehrsorientierten Strassen Schartenstrasse und Märzengasse beendet. Nach umfangreichen Auswertungen und Analysen kann ein positives Fazit gezogen werden.

Mit dem Analysebericht zum Testbetrieb wird nachgewiesen, dass die Umstellung der Strassen auf Tempo 30 den gewünschten Effekt erreicht hat.

Durch umfassende Messungen auf den Haupt- und allen Nebenstrassen konnte man die Fahrrouten der Fahrzeuge rekonstruieren und lokalen Verkehr von Durchgangsverkehr unterscheiden.

Der Schleichverkehr, der in den Spitzenstunden die beiden Gemeindestrassen nutzt, um zähfliessenden Verkehr auf den Kantonsstrassen zu umgehen, hat sich durch Tempo 30 erheblich reduziert, ohne zu negativen Effekten auf anderen Gemeindestrassen oder den Kantonsstrassen zu führen.

Da sich die Zeitersparnis auf der Schartenstrasse durch Tempo 30 im Vergleich zur Landstrasse um rund zwei Minuten reduzierte, wurde die Ausweichroute offensichtlich deutlich weniger attraktiv.

Die Auswertungen zeigen, dass sich rund 2/3 des Durchgangsverkehrs auf das übergeordnete Kantonsstrassennetz zurückverlagert hat. Dies führte auf der Landstrasse zwar zu einer Verkehrszunahme von zirka 10 %. Trotzdem blieb der Verkehrsfluss auf der Landstrasse stabil und die durchschnittlichen Reisezeiten haben sich auf der Landstrasse kaum verändert.

Dies konnte anhand kantonal bereitgestellter Echtzeitdaten nachgewiesen werden. Mit den Messungen auf potenziellen Ausweichstrassen konnte nachgewiesen werden, dass kein neuer Schleichverkehr auf umliegenden Quartierstrassen entstanden ist.

Fazit

Das Konzept von Tempo 30 ohne Rechtsvortritt hat sich gut bewährt, wurde sehr gut angenommen und hat die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden auf der Schartenstrasse positiv beeinflusst.

Das Verkehrsaufkommen hat sich deutlich reduziert. Tempo 30 wurde sehr gut eingehalten, ohne mit polizeilichen Kontrollen oder Massnahmen durchgesetzt werden zu müssen. Das niedrigere Geschwindigkeitsniveau wirkte sich messbar positiv auf die Lärmbelastung und das Sicherheitsempfinden aus.

Weiteres Vorgehen

Aufgrund der Testergebnisse soll daher als Betriebskonzept für diese Achse Tempo 30 angestrebt werden.

Bevor die Umsetzung vom Betriebskonzept an die Hand genommen werden kann, muss beim Einwohnerrat ein Kredit für die Erarbeitung des Gestaltungskonzept beantragt werden. Der Kredit wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 traktandiert.

Direkt nach der allfälligen Kreditgenehmigung soll die Achse dauerhaft auf Tempo 30 umgestellt und in den folgenden Jahren im Rahmen von Sanierungen angemessen umgestaltet werden.

Der Gemeinderat dankt für das grosse Interesse aus der Bevölkerung und für die vielen Rückmeldungen und den überwiegend positiven Umgang mit der neuen Situation während des Testbetriebs.

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