«Junior Ranger»: Gemeinde unterstützt Jugend in der Natur

Die Gemeinde Eggenwil fördert das Jugendprogramm «Junior Ranger Reusstal», damit Kinder Natur, Landschaft und Schutzgebiete hautnah erleben können.

Wie die Gemeinde Eggenwil informiert, setzt sich die 1962 gegründete Stiftung Reusstal mit Sitz in Rottenschwil seit vielen Jahren für die Natur- und Umweltbildung im mittelländischen Reusstal ein.
So führt sie nicht nur eine Vielzahl von Exkursionen für Gross und Klein zu den Naturoasen des Reusstals an, sondern bringt die wertvollen natürlichen Lebensräume auch den Menschen durch ihren Informations- und Aufsichtsdienst näher. Es ist der Institution wichtig, die Schönheit und den Wert des Reusstal-Juwels für die kommenden Generationen erlebbar zu machen.
Deshalb lanciert die Stiftung im Frühling 2026 das neue Programm «Junior Ranger Reusstal», welches Kindern und Jugendlichen ermöglichen soll, deren Umgebung hautnah zu erleben. Das Angebot richtet sich an naturbegeisterte Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren.
Kinder werden Botschafter für die Natur
Die Junior Ranger treffen sich einmal im Monat in zwei Altersgruppen, um gemeinsam nach draussen zu gehen. Sie entdecken die Natur zu allen Jahreszeiten, schliessen Freundschaften und erleben spannende Abenteuer.
Begleitet werden sie von erfahrenen Rangern, die sie anleiten und unterstützen. Ziel ist es, die Kinder für die Natur zu begeistern und sie für deren Erhaltung und Wert zu sensibilisieren. So werden diese zu Botschaftern für Landschaften, Lebensräume und Schutzgebiete. Das Programm erfüllt die Vorgaben des Verbands «Swiss Rangers».
Auch wenn der Erholungsverkehr und die Freizeitaktivitäten in oder um die Eggenwiler Schutzgebiete bislang glücklicherweise weitgehend keine grossen Probleme verursachen, entspricht respektive unterstützt etwa auch die Neukonzeption des Informations- und Aufsichtsdienstes (I&A) Unteres Reusstal (Rangerdienst) die Ziele und Leitlinien der Gemeindebehörde bezüglich Natur, Landschaft und Gewässer.
Eggenwiler Landschaft nachhaltig erhalten
Im Vordergrund stehen dabei Massnahmen nach dem für die gesamte kommunale Aufgabenerfüllung geltenden Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung, um die auf Eggenwiler Boden einheimischen Pflanzen- und Tierarten zu erhalten, ihre Lebensräume zu bewahren, zu fördern und wo sinnvoll und möglich neu zu schaffen.
Den natürlichen Landschaftshaushalt und den ökologischen Ausgleich zu ermöglichen, wobei lokale Begebenheiten und die Interessen der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung berücksichtigt werden.
Nutzungen des Bodens zu unterstützen, die geeignet sind, gefährdete Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten. Naturnahe Landschaften, insbesondere die Eggenwiler Reussebene, vor neuen Beeinträchtigungen zu schützen und bestehende zu vermindern.
Schutz wertvoller Auengebiete
Die landschaftlich und biologisch bedeutenden Auengebiete Foort und Alte Reuss zu erhalten. Die Fliessgewässer auf dem Gemeindegebiet so zu bewirtschaften, dass soweit wie möglich Hochwasser zurückgehalten, der schadlose Wasserabfluss gewährleistet und der Entstehung von Hochwasserschäden vorgebeugt wird.
Nicht zuletzt den überdurchschnittlich hohen Wert der Eggenwiler Landschaft als Aufenthalts- und Erholungsraum für den Menschen zu bewahren und zu fördern.
So hatte der Gemeinderat im Mai 2023 aus Überzeugung der Neukonzeption mit Übertragung des Rangerdienstes an die Stiftung Reusstal per 1. Januar 2024 zugestimmt und den Gemeindebeitrag von jährlich 3000 Franken für den noch bis Ende dieses Jahres laufenden dreijährigen Pilot-Versuch genehmigt.
Pilotprojekt stärkt Umweltbildung vor Ort
Dasselbe gilt nun ebenso für das vorgesehene Jugend-Programm «Junior Ranger Reusstal», welches genau am richtigen Punkt ansetzt, nämlich das Angebot in der Kinder- und Jugendförderung zu erweitern, den kommenden Generationen gezielt die Umwelt des Reusstals zu vermitteln und ganz generell den Menschen die wichtigen Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes näher zu bringen.
Die Gemeindebehörde hat daher entschieden, auch das genannte Jugend-Projekt im Rahmen des Pilotversuchs während drei Jahren mit einem Gemeindebeitrag von 300 Franken und das sinnvolle, vielversprechende Vorhaben auch in ideeller Hinsicht zu unterstützen.





