Lenzburg AG: Wasserpreis soll steigen – neuer Grundpreis geplant

Der Stadtrat von Lenzburg AG beantragt höhere Wassertarife per 1. Januar 2027. Neu soll ein Grundpreis dazukommen, der Kubikmeter kostet 10 Rappen mehr.

Um die langfristige Versorgungssicherheit des Trinkwassers zu gewährleisten, unterbreitet der Stadtrat von Lenzburg dem Einwohnerrat eine Vorlage über eine notwendige Anpassung der Wassertarife der SWL Wasser AG per 1. Januar 2027.
Investitionen in die Wasserinfrastruktur sichern
Die aktuelle Bestandesaufnahme der Wasserinfrastruktur hat einen erheblichen Nachholbedarf bei Investitionen und Unterhaltsarbeiten aufgezeigt. Um die Qualität und Sicherheit der Wasserversorgung langfristig zu garantieren, sind bis zum Jahr 2033 Investitionen in der Höhe von rund 16,9 Millionen Franken notwendig. Aufgrund der Teuerung der letzten Jahre und steigender Kosten musste die SWL Wasser AG im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Verlust ausweisen.
Somit ist eine Tarifanpassung notwendig, um die Liquidität zu sichern und eine übermässige Verschuldung zu vermeiden.
Verursachergerechte Kostenverteilung durch neuen Grundpreis
Ein grosser Teil der Kosten für die Wasserinfrastruktur ist fix und unabhängig vom tatsächlichen Wasserverbrauch. Die Infrastruktur wird gebaut und instandgehalten, unabhängig davon, ob die Kunden Wasser beziehen oder nicht. Mit der Einführung eines Grundpreises pro Anschluss wird man dieser Tatsache gerecht und die Kosten werden verursachergerechter verteilt.
Die geplanten Änderungen per 1. Januar 2027 sehen die Einführung eines Grundpreises vor, der sich nach der Anschlussgrösse richtet. Zudem wird der verbrauchsabhängige Wasserpreis moderat um 10 Rappen pro Kubikmeter von 2,10 auf 2,20 Franken im Standardtarif erhöht.
Mit dieser kombinierten Lösung wird sichergestellt, dass sowohl die Fixkosten zumindest teilweise gedeckt sind als auch Anreize zum bedarfsgerechten Wasserverbrauch erhalten bleiben.
Christina Roth, Vize-Stadtpräsidentin und Verwaltungsrätin der SWL Energie AG: «Diese Massnahmen sind notwendig, um die finanzielle Handlungsfähigkeit sicherzustellen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.»







