Positiver Abschluss: Gewinnsteigerung bei Städtischen Betrieben

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Olten,

Die Städtischen Betriebe Olten schliessen 2025 mit einem Gewinn von 2,1 Millionen Franken ab. Preissenkungen und effiziente Abläufe prägen das Ergebnis.

Die Stadt Olten an der Aare.
Die Stadt Olten an der Aare. - Nau.ch / Werner Rolli

Das Geschäftsjahr 2025 der Städtischen Betriebe Olten (sbo) schliesst mit einem Jahresgewinn nach Verzinsung von 2,1 (Vorjahr 1,5) Millionen Franken. Das Geschäftsjahr 2025 wurde für die sbo zudem geprägt durch wichtige operative (unter anderem Einführung eines neuen ERP-Systems) und strategische Projekte (unter anderem Gründung Wärmeverbund Hagmatt AG), den im Detail geprüften möglichen Zusammenschluss mit der StWZ Energie AG sowie anspruchsvollen regulatorischen Umsetzungen. Das Oltner Gemeindeparlament wird an seiner Sitzung vom 21. Mai über die Jahresrechnung befinden.

Der tiefere Betriebsertrag und -aufwand gegenüber dem Budget und gegenüber dem Vorjahr ergibt sich vor allem aus den tieferen Umsätzen im Geschäftsbereich Erdgas/Biogas/Wärme infolge tieferer Beschaffungskosten, welche in Form von Preissenkungen an die Kundschaft weitergegeben wurden.

Finanzlage besser als budgetiert

Zusammen mit höheren Absatzmengen und tieferen Beschaffungskosten beim Strom und einer leicht höheren Absatzmenge beim Wasser resultierte ein höherer Bruttogewinn. Infolge tieferem Zinsaufwand fiel das Finanzergebnis über Budget aus.

Beim ausserordentlichen Ergebnis konnten Rückstellungen gebildet werden, dies bei gleichzeitiger Auflösung einzelner Rückstellungen.

Nach der Verzinsung des Dotationskapitals, welche infolge Wegfalls des Verwaltungskostenbeitrags erhöht wurde, wird ein über Budget liegender Jahresgewinn ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahresergebnis liegt der Jahresgewinn höher.

Verkäufe nahmen in allen Sparten zu

Bei der Elektrizitätsversorgung bewegte sich die abgerechnete Energiedurchleitung (= Gesamter Stromverbrauch aller Kundinnen und Kunden in Olten) mit 135,8 Millionen Kilowattstunden um 1,9 Prozent unter der im Vorjahr abgerechneten Energiedurchleitungen.

Der Energieverkauf an Endverbraucher nahm um 6,0 Millionen Kilowattstunden oder 7,1 Prozent v.a. infolge neu belieferter Marktkunden ausserhalb Oltens zu. Die tieferen Marktpreise führten dennoch zu insgesamt tieferen Beschaffungskosten.

Diese Kosten wurden an die Endverbraucher – sowohl im Markt als auch in der Grundversorgung – weitergegeben. Entsprechend tiefer fielen auch die Vergütungen für aus PV-Anlagen ins Netz zurückgelieferte Energie aus.

83 Prozent aller Kundinnen und Kunden wurden mit einem Strommix aus 100 Prozent erneuerbaren Strom beliefert. In den verschiedenen Stromprodukten sind rund 3,8 Millionen Kilowattstunden Solarstrom enthalten.

Gasverkauf legt erneut zu

Der Gasverkauf von 524,3 Millionen Kilowattstunden bewegte sich – infolge höherer Anzahl Heizgradtage und höherem Bedarf seitens Industriekunden – mit einer Zunahme von 16,7 Millionen Kilowattstunden oder 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Wärmeabsatz konnte auf 6,9 Gigawattstunden gesteigert werden. Zum sechsten Mal in Folge konnten die Gaspreise per 1. April 2025 gesenkt werden. Gleichzeitig wurde der Anteil Biogas im Standardprodukt von 30 Prozent auf 35 Prozent erhöht. Diese Preisentwicklung wurde möglich dank damals «entspannter» Lage an den Gasmärkten.

Wasserverkauf legt leicht zu

Der Wasserverkauf inklusive Gratisabgabe an die öffentlichen Brunnen stieg um 51’149 Kubikmeter oder 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In Olten fielen der Grundverbrauch um 2,1 Prozent höher sowie der Mehrverbrauch um 6,3 Prozent höher aus.

In Trimbach wurde über den Grund- beziehungsweise Mehrverbrauch eine Absatzerhöhung von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Bei den übrigen Aussengemeinden blieb der Wasserkonsum praktisch unverändert.

Die Kontokorrentverbindlichkeit gegenüber der Einwohnergemeinde Olten beläuft sich auf 4,7 (Vorjahr 4,4) Millionen Franken. Bezogen auf das Geschäftsjahr wurde ein Steueraufwand von 0,5 Millionen Franken abgegrenzt (circa je zur Hälfte für die Stadt und den Kanton). Bundessteuern werden keine erhoben.

Investitionen in Wärmeverbünde

Die Nettoinvestitionen steigen leicht von 6,9 auf 7 Millionen Franken. Bei der Elektrizität wurde das Niederspannungsnetz auf einer Länge von 1,7 Kilometer und das Mittelspannungsnetz auf einer Länge von 1,9 Kilometer erneuert oder erweitert.

Die Anzahl installierter Smart Meter konnte bis Ende Jahr planmässig auf knapp 9000 Stück erhöht werden, wovon 7500 Stück bereits ins Mess- und Abrechnungssystem integriert sind.

In der Gasversorgung wurde das Netz auf einer Länge von circa 660 Meter erneuert. Netzerweiterungen wurden keine realisiert. Erweitert wurde dagegen das Netz des Wärmeverbundes Bifang. Für den Wärmeverbund Hagmatt wurden weitere Vorleistungen erbracht und – gemeinsam mit den IWB – die Wärmeverbund Hagmatt AG gegründet.

Schulden weiter reduziert

In Olten und Trimbach wurde das Wassernetz auf einer Länge von circa 1160 Meter saniert. Dies entspricht etwa 1 Prozent des gesamten Netzes, wobei die Sanierungsquote in Olten 0,6 Prozent und in Trimbach 2 Prozent betrug. Sechs Leitungsbrüche in Olten und deren siebzehn in Trimbach mussten behoben werden.

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 161,4 Prozent bzw. 131,2 Prozent und die Schuldenabnahme 4,3 Millionen Franken beziehungsweise 2,2 Millionen Franken je nach Cashflow-Betrachtung.

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