Kanton Solothurn: Kritik am Bundeskonzept für den Güterverkehr

Der Kanton Solothurn begrüsst das neue Gütertransportkonzept des Bundes im Grundsatz, fordert aber Anpassungen – etwa für Grenchen Süd und Olten Hammer.

Mit seinem aktualisierten Konzept für den Schienengüterverkehr will der Bund das Angebot für den kombinierten Transport von Schiene und Strasse verbessern. Für den Kanton Solothurn weist der Ansatz in die richtige Richtung. Es besteht aber noch grundlegender Anpassungsbedarf.
Mit der Verzweigung Härkingen und der Jurasüdfuss-Eisenbahnlinie übernimmt der Kanton Solothurn die Funktion als die Versorgungsdrehscheibe der Schweiz. Das führt zu einem hohen Verkehrsaufkommen auf der Strasse und der Schiene.
Stossrichtung stimmt, Anpassungen sind nötig
Mit der Gesamtrevision des Konzepts für den Gütertransport auf der Schiene des Bundes sollen bessere Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich Strasse und Schiene optimal ergänzen. Der Kanton Solothurn begrüsst diese Stossrichtung grundsätzlich. In seiner heutigen Form geht das Konzept jedoch an den Realitäten im Kanton vorbei und kann diesem Anspruch nicht gerecht werden.
So befinden sich insbesondere in Grenchen Süd und Olten Hammer Güterverladestandorte an zentralen Lagen. Aus heutiger Sicht eignen sich diese Standorte nicht mehr für den Güterumschlag, sondern vielmehr für eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen.
Der Kanton Solothurn fordert deswegen eine verkehrsträgerübergreifende Gesamtbetrachtung des Gütertransports. Zudem soll sich der Bund im Gäu aktiv an der Erarbeitung eines regionalen Logistikkonzepts beteiligen.
Insbesondere mit den dort angesiedelten Verteilzentren leistet der Kanton Solothurn einen massgeblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der ganzen Schweiz. Damit verbunden ist auch ein beträchtliches Verkehrsaufkommen. Der Kanton Solothurn erwartet, dass diese Systemleistung zugunsten der ganzen Schweiz bei künftigen Güterverkehrs-Vorhaben angemessen berücksichtigt wird.
Diese Forderungen sind auch vor dem Hintergrund der derzeit ebenfalls in Vernehmlassung stehenden Bundesvorlage «Verkehr ’45» zu betrachten. Für den Kanton Solothurn ist zentral, dass aufeinander abgestimmte und ausgewogene Lösungen für den Güter- und den Personenverkehr gefunden werden.






